König Zosimo  von Camilleri

Kurzbeschreibung

Die Zeiten, in denen sich diese unglaublichen Ereignisse zutragen, sind wirr; die Herrscher über Sizilien -- mal die Savoyer, mal sogar die "Hispanischen" -- geben sich die Klinke in die Hand, auch der Papst im fernen Rom mischt kräftig mit und exkommuniziert mal diesen, mal jenen König. Dieses politische Durcheinander, das -- wie immer in der Geschichte und eigentlich auch in der Gegenwart -- auf dem Rücken des einfachen Volkes ausgetragen wird, welches zu allem Übel auch noch unter Dürre- und Hungerperioden sowie der Pest zu leiden hat, bildet natürlich eine ideale Kulisse, um die absurdesten Ränke und Intrigen, die verschrobensten Figuren, die absurdesten Konstellationen hineinzuerfinden -- und davon macht Camilleri ausgiebig Gebrauch. Und so ist die Geschichte des Bauernsohns Zosimo, der unter den irrwitzigsten Umständen gezeugt und geboren wird, schon als Kind den Herrschern das ein oder andere geniale Schnippchen schlägt und schließlich zum Anführer eines Bauernaufstands wird, ein Riesenspektakel: sprühend vor Fantasie, ungeheuer komisch und dabei auch auf eine denkbar vergnügliche Art derb und deftig.