die weise Frau  von Gregory Philippa


Kurzbeschreibung

Frauen dienten damals nur dem Willen der Männer. Schrecklich wie der alte Lord teilweise über die Weibsbilder herzog. Alys ist anders. Ehrgeizig, eigensinnig, beinahe aussergewöhnlich. Am Anfang tut sie einem leid, das Findelkind, man hat Mitleid mit ihr, versteht warum sie so hart wurde wie sie ist. Sie entwickelt einen unbändigen Überlebens-und Kampfwillen. Das fand ich bewundernswert. Nie stecke sie den Kopf in den Sand oder gab auf. Auf dem Schloss wurde sie mir unsympathisch, böse in ihren Handlungen und getrieben von ihrem Machthunger. Die Sexhandlungen sind sehr explizit und aussergewöhnlich phantasievoll geschildert, das kenne ich so von historischen Romanen gar nicht, gefiel mir aber sehr gut. Auch Alys zunehmende Gewissensbisse und ihre Reue machen sie zu einem spannenden und glaubwürdigen Charakter. Auch als sie zu spät erkannte, dass schlussendlich auch nur sie eine Schachfigur ist und gar nicht selbstbestimmt agieren konnte. Der Schluss ist sehr überraschend, das habe ich nicht kommen sehen. Alles in allem ein spannender historischer Unterhaltungsroman. Wer Geschichten über Magie, England zur Zeit von Henry dem VIII. und den Glaubenswechsel mag, ist hier bestens bedient.