der Milchzahn-Biber von Lillebjörn

Kurzbeschreibung

Wenn sie ausfallen, wird ihnen anschließend oft die Ehre zuteil, in einer Milchzahndose aufbewahrt zu werden, wie sie zu dem vorliegenden Buch gehört. Außerdem können Milchzähne zu einem wichtigen Bestandteil einer Veröffentlichung oder gar zum zentralen Thema einer Publikation werden, so beispielsweise in Der verlorene Wackelzahn von Cornelia Funke und in Madlenka von Peter Sís. Der Milchzahnbiberunterscheidet sich von den genannten Bilderbüchern, weil die Thematik in die Welt der Tiere transportiert wird. Held der Geschichte ist der Biber Taradamtwideldamjuchei. Etwas schwer auszu-sprechen und zu lesen, aber warum nicht. Taradamtwideldamjuchei jedenfalls hat einen wackelnden Milchzahn, dem mit Hilfe von Professor Eichstein und einer dünnen Schnur zu Leibe gerückt wird, bis er schließlich eine klaffende Lücke in dem markanten Gebiss des Nagers hinterlässt. Prompt nehmen ihn die anderen Tiere auf den Arm. Der beste Freund, Freddy Fuchs, äfft sogar sein Lispeln nach. Das ist zu viel für den kleinen Biber: Er bindet sich kurzerhand ein Tuch um den Mund und beschließt fortan zu schweigen. Die Freunde müssen sich jetzt etwas Besonderes einfallen lassen, um Taradamt-wideldamjuchei ein würdevolles Tragen seiner Zahnlücke zu ermöglichen. Den Reiz des Bilderbuches macht die Idee aus, das Thema Milchzähne mit dem für sein vorstehendes Gebiss so berühmten Biber in Verbindung zu bringen. Der kurzweilige Text ist gekennzeichnet von witzigen Wortspielereien, störend wirken höchstens die ein wenig konstruierten Namen. Er stammt von dem Volkswirt Lillebjörn und steht gleichberechtigt neben den Illustrationen von Silvio Neuendorf, die weniger durch ihre Hauptfiguren als vielmehr durch die humorvollen Bildeinfälle im Hintergrund überzeugen. Das Buch ist geeignet für Kinder ab drei Jahren, die sich ausführlich über das Thema Milchzähne informieren können. Doch werden auch Leser mit dritten Zähnen ihre wahre Freude daran haben!