der Eremit gespräche am Rande des Meeres  von Neto

Kurzbeschreibung

Der Eremit: Ein Buch à la Bambaren oder Coehlo, das zum Nachsinnen, Hinspüren und Reflektieren einlädt. Silvino Alves da Silva Neto nimmt uns mit auf eine "Urlaubsreise", an dessen Strand, an einer Palme gelehnt er im Dialog mit einem alten Eremiten Gespräche über das Leben führt. Dabei geht es um Einsamkeit, Hass, Angst, Armut, Krankheit und Trauer genauso wie um Weisheit, Muße, Glück, Gesundheit, Reichtum und Mut, kurz: Um die Polarität des Lebens. Und nicht zufällig treffen hier zwei Gegensätze aufeinander: Der alte Eremit und der junge Stadtmensch, die kontrovers über das Leben diskutieren. Zumeist stellt der Junge dem Alten Fragen über das Leben, welchem dieser mit viel Weisheit begegnet. Der Leser findet sich daher allzu schnell selbst wieder; in dem, was er selbst ist (der junge Stadtmensch), und in dem, was er sich wünscht bzw. was ihm fehlt (der alte Eremit). Das Buch regt dazu an, Dinge und Gegebenheiten, praktisch unser Leben zu hinterfragen; wo stehen wir, wo wollen wir hin und wie können wir das erreichen. Der Eremit fördert einen Umdenkprozess, der fast unweigerlich zu Veränderung führt - in welchem Maße auch immer. Allerdings würde ich persönlich nicht mit jeder Aussage des Buches konform gehen und dazu raten, wirklich zu hinterfragen. Vielleicht liegt es daran, dass mir das Buch an manchen Stellen zu oberflächlich bleibt und nicht genug in die Tiefe geht, aber letztlich verfehlt es - vielleicht gerade deshalb - nicht sein Ziel: Des selber "Andersdenken".