das Buch der Unruhe  von Pessoa Fernando

Kurzbeschreibung


»Vielleicht ist es mein Schicksal, ewig ein Buchhalter sein zu müssen, und Dichtung und Literatur sind ein Schmetterling, der sich auf meinem Kopf niederläßt und mich um so lächerlicher erscheinen läßt, je größer seine Schönheit ist.« Eine der faszinierendsten Gestalten der modernen Literatur war Fernando Pessoa. Aus seinen Träumen schuf er zahlreiche reale und literarische Persönlichkeiten, darunter den Hilfsbuchhalter Bernardo Soares. Dessen Aufzeichnungen reflektieren das zutiefst Rätselhafte der menschlichen Existenz.

Wenn das Herz denken könnte, stände es still. Unter dieser Maxime muss man Pessoa (1888-1935) lesen. Nicht wie ein Buch, von vorn bis hinten. Nein, Pessoa liest man, wo man das Buch aufschlägt. Mit diesem Zufall der Begegnung lässt man sich ein in ein Werk, dass immer besser sein wird, als ein nicht begonnenes. Damit motiviert Pessoa jeden, zu beginnen, zu leben, zu handeln, zu denken. Sich selbst zu erobern, Stück für Stück den inneren Sumpf entwässern und das "unendliche Sein" gebären. Pessoa ist existentialistisch, das Absurde nennt er das Göttliche und doch weiss er, dass nur der Einklang mit sich selbst zum Einklang mit dem Leben führt. So ist der Anfang im Wort, denn eine Sache in Worte fassen, heisst ihr die Kraft zu bewahren und den Schrecken zu nehmen.