das Fest des Ziegenbocks    von Vargas

Kurzbeschreibung

Dieser historische Roman verwebt zwei Geschichten ineinander. Die eine ist über Rafael Leonidas Trujillo, Spitzname El Chivo ("Ziegenbock"), der 1930-1961 die Dominikanische Republik regierte. Zwar hat er sein Land stark reformiert und weiterentwickelt, doch sein korruptes und brutales Regime schreckte auch vor Attentaten und Massakern an politischen Gegnern und der Bevölkerung nicht zurück. Der Preis für den Fortschritt war seine gnadenlose Diktatur. Doch erst nach seinem missglückten Attentat auf den Präsidenten von Venezuela wurde er schließlich von seinen eigenen Leuten und mit Hilfe der CIA gestürzt und während einer Revolution 1961 ermordet. Diese Revolution von 1961 sowie die Monate der Unruhen und der Anarchie nach seinem Sturz bilden den politischen Hintergrund dieses Romans. Die zweite Geschichte ist das (fiktive) Schicksal einer Frau, der Tochter eines Politikers, der bei Trujillo in Ungnade gefallen war - und diesem zu seiner Rehabilitation die Entjungferung seiner Tochter anbot. Die Tochter verlässt das Land, doch sie kehrt als erwachsene und inzwischen sehr erfolgreiche Frau in den 90er Jahren zurück. Sie sucht die Konfrontation mit ihrer Heimat und ihrer Familie, die sich beide in schlechterem Zustand befinden als zu Zeiten Trujillos. Es steht die Frage im Raum, inwieweit Trujillos höhere Ziele für das Land in gewissem Maße dessen brutale Maßnahmen rechtfertigen - und entsprechend die "höheren Ziele" ihres eigenen Vaters dessen Vorgehen gegen sie selbst. Ob sie ihrem Vater jemals verzeiht, bleibt offen.