junges Licht  von Rothmann Ralf


Kurzbeschreibung

Ralf Rothmann erzählt in der ihm eigenen, eindringlichen Sprache von den letzten Wochen der Kindheit, ihren leisen Schrecken und dem erhellenden Trost: »Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren. Nie.« Wie junges Licht muten sie an, die glitzernden Salzkristalle, die ihm im Schein seiner Grubenlampe im Bergwerksstollen entgegenleuchten. Die ständige Schicht in ewiger Lichtlosigkeit hat dem Vater allmählich die Sinne betäubt. Sein Sohn, der 12-jährige Julian, ist zuhause unterdes von den erotischen Lockungen des Nachbarmädchens Marusha, einer Art Ruhrpott-Lolita, mehr irritiert denn angefacht. Als schließlich die Mutter allein mit Julians kleiner Schwester in die Sommerfrische fährt, brechen sich lang verschüttete Gefühle unheilvolle Bahn. Am Ende der erotisch aufgeladenen Geschichte wird eine Lampe erloschen sein – und das Licht am Ende des Tunnels der Kindheit wird erheblich an Glanz eingebüßt haben.