Wandern und Radfahren 



Via Algarviana

Wandern und Radfahren auf der Via Algarviana durch die grünen Hügel Südportugals ist die beste Art, ein Urlaubsland kennenzulernen: Weite Blumenwiesen, Terrassenhänge, idyllische Flüsse und Bäche und charmante Dörfer. Große Höhenunterschiede musst du auf dem Fernwanderweg Via Algarviana nicht überwinden.

Wandern und Radfahren auf der Via Algarviana

Der klassische Fernwanderweg Via Algarviana mit der Kennzeichnung GR13 zählt zu den schönsten Arten, das grüne Hinterland der Algarve zu entdecken. Der ehemalige Pilgerpfad beginnt in Alcoutim am Rio Guadian an der spanischen Grenze und führt über 300 km bis nach Sagres  und dem Cabo de São Vicente an der Westküste Südportugals. Der Weg kann abwechslungsreicher nicht sein: Er verläuft durch Berge, entlang der Küste und durch die abwechslungsreichen Landstriche dazwischen. Auf der ganzen Route durchquerst du 11 Gemeinden der Algarve: Alcoutim, Aljezur, Castro Marim, Tavira, São Brás de Alportel, Loulé, Silves, Monchique, Lagos, Portimão und Vila do Bispo. In den Ortschaften warten zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten! Die Wanderung führt auch durch die Gebirge Serra do Caldeirão und Serra de Monchique.

In 14 Etappen von 14 km bis maximal 30 km passierst du Dörfer mit guten Möglichkeiten zum Übernachten, Essen und Trinken und einem reichen Service-Angebot. So kannst du deine Wanderung jederzeit unterbrechen, einen Rasttag einlegen oder die Routen in kleinere Wegstücke aufteilen. Die Wegstrecke ist mit großen Holztafeln mit Weg- und Kilometerangaben übersichtlich markiert. Zu Fuß dauert die ganze Wanderung etwa 2 Wochen.

Die Via Algarviana ist zwar ein klassischer Fußweg, einige Strecken kannst du aber auch mit einem Pferd, Esel oder mit dem Mountainbike absolvieren. Wer nicht gerne alleine geht, schließt sich einer Gruppe und geführten Wanderung an, die von verschiedenen Veranstaltern angeboten werden.

Höhepunkte der Wanderung

  • Der einzigartige Panoramablick von den Gipfeln des Fóia (902 m) und Picota (744 m) in der Serra de Monchique
  • Das Cabo do Sao Vicente mit seiner wild zerklüfteten bis zu 70 m hohen Steilküste und dem lichtstärksten Leuchtturm von Europa
  • Die Festungsstadt Silves und die traditionelle Marktstadt Loulé mit Pfingstrosenfeldern
  • Die Festung von Sagres
  • Alte, ein malerisches Algarve-Dorf am Rande der Serra de Caldeirão
  • Die Kleinstadt Alcoutim an beiden Ufern des Río Guadiana

Die Via Algarviana erfährt ständig Neuerungen und ist gut an das örtliche Wanderwegenetz angeschlossen. So kannst du immer auch einen Abstecher an die Küste oder in die Berge machen. In Zukunft soll der GR13 Via Algarviana mit den Europäischen Fernwanderwegen E4 und E9 verbunden werden. Derzeit sind 12 ergänzende Routen angeschlossen, 10 Pfade mit einem Audioguide und 5 Themenrouten. Wer vom Wandern nicht genug bekommt, setzt seine Reise auf der Rota Vicentina entlang der Küste und durch den Naturpark Costa Vicentina Richtung Norden fort.

Übersicht über die Etappen der Via Algarviana:

  1. Alcoutim – Balurcos 24,20 km
  2. Balurcos – Furnazinhas 14,30 km
  3. Furnazinhas – Vaqueiros 20,30 km
  4. Vaqueiros – Cachopo 14,88 km
  5. Cachopo – Barranco do Velho 29,10 km
  6. Barranco do Velho – Salir 14,90 km
  7. Salir – Alte 16,20 km
  8. Alte – Messines 19,30 km
  9. Messines – Silves 27,60 km
  10. Silves - Monchique 28,60 km
  11. Monchique – Marmelete 14,70 km
  12. Marmelete – Bensafrim 30,00 km
  13. Bensafrim – Vila do Bispo 30,19 km
  14. Vila do Bispo – Sagres 17,65 km

Klima auf der Via Algarviana

Das mediterrane Klima der Binnenalgarve ist das ganze Jahr über mild. Die Wanderung führt durch überwiegend schattige Zonen und du bist nur auf Teilstücken der heißen Sonnen ausgesetzt. Der Sommer ist die heißeste Jahreszeit und viele Bäche und Flüsse trocknen aus. Die ganze Schönheit der Blumen und Bäume der Via Algarviana erlebst du im Frühjahr oder Herbst. Hier kann es allerdings zu seltenen aber starken Regenfällen kommen und die Flüsse schwellen an.

Auch im September und Oktober kann es noch sehr warm sein, trotzdem ist der Herbst mit die beste Wanderzeit, denn die ersten Regenfälle nach dem Sommer bringen die Natur zum Erwachen. Die optimale Zeit für eine Wanderung auf der Via Algarviana ist zweifellos der Frühling: Farbenfrohe Blumenwiesen, duftende Kräuter und zwitschernde Vögel erfreuen in der Zeit von Februar bis April das Herz. Jetzt siehst du verschiedene Orchideenarten und Pfingstrosen am Wegesrand.

Wanderst du im Hochsommer, solltest du deine Wanderung in den frühen Morgenstunden beginnen.


Der Unterhalt der Via Algarviana soll auch der ländlichen Bevölkerung helfen. Du kannst dies unterstützen, indem du lokales Essen, und Kunsthandwerk kaufst und ländliche Unterkünfte buchst und deren Service in Anspruch nimmst.

Anreise zur Via Algarviana

Wer die Wanderung in Alcoutim beginnt, fährt mit dem Zug nach Vila Real de Santo António und von dort mit dem Bus nach Alcoutim. Die Fahrt dauert zwar, führt aber durch wunderschöne Landschaften. Bei Wanderbeginn am Cabo de São Vicente empfiehlt sich eine Anreise nach Lagos und von dort die Weiterfahrt mit dem Bus (eva-bus.com) nach Sagres. Der Bus nimmt auch dein Mountainbike mit. Zahlreiche Linien von CP (Züge) und Rede Expressos (Busse) bedienen Destinationen entlang der Wanderroute Via Algarviana. Von Lissabon führt eine Direktverbindung nach Balurcos: Dort beginnt Etappe 2 der Wanderung.

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Rio Guadiana    


Der Rio Guadiana ist einer der drei großen Flüsse der Iberischen Halbinsel. Er durchfließt auf 745 km die schönsten Gegenden von Portugal und Spanien und mündet bei Vila Real de Santo António in den Atlantik.



Guadiana – Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien

Breit und gemächlich rollt der Río Guadiana in Richtung Atlantik und durchquert dabei grüne Hügel und sonnengebräunte Gegenden. An der Quelle in Ojos del Guadiana bei Ciudad Real beginnt er seinen Weg. Von dort macht er sich auf die Reise durch Kastilien-La Mancha und die Extremadura in den portugiesischen Alentejo und an die Algarve. In zwei Abschnitten markiert er die Grenze der beiden Länder. Bei Ayamonte in Andalusien endet die Reise des Rio Guadiana im Golf von Cádiz. Begib dich auf eine Entdeckungsreise entlang der Ufer des Guadiana und besuche malerische Städte wie Ayamonte, Vila Real de Santo António, Mérida oder Mértola. Außer mit dem Auto, kannst du die Reise zu Fuß, auf dem Rad oder in Teilstücken im unteren Verlauf des Flusses auf einem Schiff zurücklegen. Im portugiesischen Teil ist der Guadiana bis zum Staudamm von Pomarão Guadiana schiffbar.

Sehenswürdigkeiten am Fluss Guadiana:

  • UNESCO Weltkulturerbe Mérida 

  • Römerbrücke in Mérida


  • Medellín

  • Naturpark Vale do Guadiana


  • Wassermühlen bei Serpa

Legende der 3 Hauptströme

Drei Hauptströme fließen von Spanien nach Portugal: Der Tejo, der Douro und der Guadiana. Nach der Legende, waren sie früher 3 Flussgeister. Die drei Geister vereinbarten damals einen Wettlauf von Spanien an den Atlantik. Vorher jedoch legten sie sich in Spanien noch mal schlafen. Am nächsten Tag erwachte der Guadiana als erstes und suchte sich die schönste und ebenste Strecke aus. Danach erwachte der Tejo und zuletzt der Douro. Für ihn blieb nur der harte und steinige Weg durch Portugals Norden.


Baixo.Guadiana

Die Ufer am Unterlauf des Guadiana sind faszinierend. Sie liegen ganz im Osten der Algarve und markieren die Grenze zu Spanien. Hier wohnen schon seit ewigen Zeiten Menschen: In Vila Real de Santo António, Alcoutim und Ayamonte drüben in Spanien. Die Gegend ist geradezu perfekt für einen ruhigen Urlaub: An der Küste mit langen Sandstränden und im ländlichen Hinterland. Entdecke die Vielfalt dieses Landstriches mit seinen reizenden Dörfern und großem Sport- und Freizeitangebot. Schon direkt an der Mündung des Flusses Guadiana liegt das malerische Naturschutzgebiet Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António. In den Salzwiesen sind zahlreiche Vogelarten daheim. Sie können auf einem Lehrpfad erwandert werden. Informationen findest du im Multimediazentrum Casa do Sal vor. Weiter flussaufwärts speichern die Stauseen bei Beliche und Odeleite Wasser für die trockenen Sommer an der Algarve. Golfspieler wählen in der Region Baixo Guadiana gleich aus 5 attraktiven Golfplätzen aus. Dabei lässt sich auf den Plätzen im Hinterland deutlich sparen. Die Wanderungen im Osten des Flusses führen durch eine wenig besiedelte Gegend. Dabei lohnt es sich, am Wegesrand innezuhalten und die Aussicht auf den Fluss Guadiana zu genießen. Die 666 m lange und 96 m hohe Ponte Internacional do Guadiana. Die Schrägseilbrücke überspannt den Fluss nur wenige km oberhalb der Mündung in den Atlantik. Lohnenswert sind Kreuzfahrten von Vila Real aus bis nach Mértola. Ein schönes Ziel in Alcoutim ist der Flussstrand Praia do Pego Fundo an einem Nebenarm des Guadiana. Er trägt die Blaue Umweltflagge.


Naturpark Vale do Guadiana


Dank der großen archäologischen und ökologischen Vielfalt steht der Parque Natural do Vale do Guadiana unter Naturschutz. Der etwa in der Mitte des Guadiana liegende Naturpark ist 69.773 ha groß. An den Ufern breitet sich eine bildschöne Landschaft in Wellen aus mit reizenden Tälern und Nebenflüssen. Diese Landschaft kannst du am besten zu Fuß erkunden. Am Ufer klammert sich das Städtchen Mértola an einen Felsausläufer. Seine Ursprünge gehen bis ins Jahr 1000 v. Christus zurück. Im Ort und der Umgebung entdeckst du unzählige Zeugnisse der Araber und der Römer, aus dem Mittelalter und der Steinzeit. Im Park befinden sich ganze 100 archäologische Fundstätten. Seltene Vogelarten sind im Park heimisch: Darunter Schwarzstörche und Habichtsadler. Auch die seltenen Iberischen Luchse wurden schon gesehen. Besuche auch die Stromschnellen Pulo do Lobo. Hier fällt der Guadiana 20 m über Kaskaden in die Tiefe. Eindrucksvoll sind die Wassermühlen – Azenhas do Guadiana und die Moinho dos Canais.

Flussfahrt auf dem Guadiana



Den Guadiana auf einem Boot zu befahren ist ein einmaliges Erlebnis. Von der Flussseite zeigt sich das Ufer in seiner ganzen Schönheit. Der ruhige Fluss bietet auch Anfängern gute Bedingungen. Yachten charterst du in der Marina von Vila Real de Santo António. Bequemer ist eine Kreuzfahrt, die es von zahlreichen Anbietern gibt. Eine 1-tägige oder mehrtägige Flussfahrt oder eine Kombi-Tour aus Boot und Jeepfahrten sind ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Also Anker los und Fahrt aufnehmen in Richtung Sanlúcar de Guadiana, Mérida, Badajoz und Mértola. Die Reise führt dich durch schöne Landschaften und zu dem reichen Erbe der Römer und Araber.

Fernwanderweg GR15 – Grande Rota do Guadiana

An den Ufern des Guadiana entlangzuwandern ist einfach unbeschreiblich. Hier erlebst du Kraft und Stille und kannst neue Energie tanken. Der Fernwanderweg Rota do Guadiana beginnt in Alcoutim und führt in 65 km nach Vila Real de Santo António. Zieh dir die Wanderschuhe an oder schwing dich auf ein Fahrrad und lass dich vom Rio Guadiana leiten.

Auf gut markierten Wanderwegen geht es durch romantische Bergkulissen und idyllische Ufergebiete, in denen du außer der Landschaft ein reiches historisches Erbe zu sehen bekommst. Neben dem alten Kulturgut lernst du noch die reizende Bevölkerung kennen. Zahlreiche Anbieter führen diese Wanderung im Programm.

Sagres – Urlaubsort am Ende der Welt


Sagres liegt ganz im Südwesten Portugals auf einem felsigen Hochplateau. Berühmt ist der Ort vor allem für das Cabo de São Vicente mit seinem Leuchtturm. Sagres ist die südwestlichste Stadt Portugals. Der nächst größere Touristenort ist Lagos (22 km), bis zum Flughafen Faro sind 116 km und nach Lissabon 330 km. Der Hafenort Sagres ist vielen Urlaubern bekannt, allerdings vorrangig wegen des Cabo de São Vicente, einem Kap mit einer 60 Meter hohen Steilküste und einem 86 Meter hohen Leuchtturm. Die zweite berühmte Attraktion der Stadt ist die Festung Fortaleza de Sagres. Diese befindet sich auf einer ein Kilometer langen Klippe namens Ponta de Sagres, rund 2 km südlich vom eigentlichen Ort entfernt. Da Sagres kein richtiges Touristenzentrum besitzt, kommen viele Urlauber nur für einen Tagesausflug hierher. Wenn du aber gerne mit grandiosem Ausblick übernachtest, solltest du dir für ein paar Tage eine Unterkunft hoch oben auf der Steilküsten buchen. Warum du nach Sagres fahren solltest: Die raue Küste, der stürmische Wind und der tosende Atlantik bieten einen wunderbaren Kontrast zu den südlichen Urlaubsorten an der Algarve. Was du in Sagres unbedingt machen solltest: Ein Besuch beim Cabo de São Vicente und der Fortaleza de Sagres sind Pflicht. Ein Strandbesuch lohnt sich hier definitiv auch. 



Fortaleza de Sagres



Die Festung von Sagres liegt im Westen der Algarve auf der Landzunge Ponta de Sagres, etwas südlich vom Ortszentrum von Sagres. Für die Portugiesen besitzt sie eine wichtige geschichtliche Bedeutung, da hier einst die Planungen für die Entdeckungsreisen unter Leitung von Heinrich dem Seefahrer stattgefunden haben.

Der Standort wurde schon vor Tausenden von Jahren verehrt

Schon vor gut 6.000 Jahren war die felsige Landspitze Cabo de São Vicente unweit der Stadt Sagres im äußersten Südwesten Portugals als Standort steinzeitlicher Bauten und Menhire überregional bekannt. In der Antike diente das Areal u.a. der Anbetung der griechischen und römischen Gottheiten Herakles und Saturn. Während des westgotischen Königreichs vom 5. bis 8. Jahrhundert wurde hier dem christlichen Märtyrer Vinzenz von Valencia und dessen Symboltier, dem Raben, gehuldigt. Die Mauren nannten den Ort später deshalb “Kirche der Raben” (Kenisset al-gorab).

Auf der benachbarten Landzunge Ponta de Sagres entstand schließlich ab dem 15. Jahrhundert die bis heute von vielen Besuchern besichtigte Festung Fortaleza de Sagres. Das Fort samt seiner berühmten steinernen Windrose Rosa dos Ventos und die gesamte Umgebung stehen seit 1910 unter Denkmal- bzw. Naturschutz.


Der letzte Hafen Portugals vor den Küsten Afrikas



Bei der Errichtung der Anlage nutzten die Bauherren die natürlich gegebene Abschirmung der Landzunge durch drei Seiten vom Meer, dadurch war die Festung strategisch gut zu verteidigen. In den folgenden Jahrzehnten war die Festung ein wichtiger Stützpunkt für die kolonialen Expansionsbestrebungen Portugals in Westafrika. Bis in das 16. Jahrhundert wurde die Anlage mehrfach mit hohen Wehrtürmen und zusätzlichen Mauern erweitert und modernisiert. 1587 wurde die Festung vom englischen Vizeadmiral Sir Francis Drake im damaligen Krieg zwischen Spanien und Großbritannien erobert und größtenteils zerstört. Erst 1631 wurde die Festung wieder aufgebaut, die neuen Außenmauern ergänzten die älteren Befestigungen. 1755 erlitt die Anlage erneut schwere Schäden durch das große Erdbeben und die gigantische Flutwelle, 1793/94 wurden die stark beschädigten Mauern durch neue ersetzt.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Festung ein nationales Kulturdenkmal

Durch ihre strategisch bedeutsame Lage spielte die Festung von Sagres auch im frühen 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle in den militärischen Planungen der portugiesischen Marine. Der Anlage kam lange Zeit eine übergeordnete Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Algarveküste zu. In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Festung mithilfe alter Zeichnungen in Teilen wieder in den Originalzustand aus dem 15. und 16. Jahrhundert versetzt. Eine umfassende Renovierung und Sanierung fand jedoch erst in den 1980er Jahren statt. Der Gewinner der damaligen Ausschreibung, der Architekt João Carreira, wurde für seine innovativen Ansätze zunächst stark kritisiert, nach der Fertigstellung jedoch übereinstimmend hochgelobt. Heute ist die Festung von Sagres täglich für das Publikum geöffnet, die Gäste können auch den großen Ausstellungsbereich, das Multimediazentrum sowie diverse Souvenirgeschäfte und eine Cafeteria besuchen. 

Fortaleza de Beliche


Die Fortaleza de Belixe (auch Forte do Beliche) ist eine kleine Festung an der Steilküste in Sagres, direkt am Atlantik im Südwesten der Algarve. Sie liegt zwischen der Fortaleza de Sagres und dem Cabo de São Vicente. Die Anlage wurde unter König Manuel I. und/oder Johann III. (1495 - 1557) erbaut. Francis Drake hat die Festung 1587 stark beschädigt. Philipp III. ließ sie wieder aufbauen. Durch das Erdbeben und den Tsunami 1755 wurde das Fort erheblich zerstört. Für die Feierlichkeiten zum 500. Todestags von Heinrich dem Seefahrer wurde die Anlage 1960 neu aufgebaut. Einst gab es hier ein Restaurant und das Hotel Pousada de Sagres. Heute ist die Festung aus Sicherheitsgründen gesperrt. Aufgrund der zunehmenden Erosion der Küste besteht Einsturzgefahr.

Cabo de São Vicente


Das Cabo de São Vicente, auf Deutsch: Kap Sankt Vinzenz, liegt ganz in der Nähe der Gemeinde Sagres an der Algarve und bildet mit der benachbarten Halbinsel Ponta de Sagres den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands.

Die 60 m Steilküste bietet einen tollen Ausblick auf den Atlantischen Ozean. Bei gutem Wetter kannst du hier einen großartigen Sonnenuntergang beobachten.

Bereits die Römer nannten das Kap »Promontorium sacrum« (Heiliges Vorgebirge), ein magischer Ort am Ende der Welt, an dem die Götter wohnen und die Sonne im Meer versinkt.

Vinzenz von Valencia



Vinzenz von Valencia, auch als Vinzenz von Saragossa bekannt, ist der Namensgeber des Cabo de São Vicente. Er ist auch der Schutzpatron von Portugal. Die Legende besagt, dass er zur Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian verhaftet und gefoltert wurde, bis er schließlich starb. Als er auf einem Acker den Vögeln zum Fraß überlassen wurde, beschützten ihn zwei Raben. Daraufhin wurde er in einen Sack genäht, mit einem Stein beschwert und ins Meer geworfen. Doch begleitet von den Raben wurde er hier am Kap ans Land gespült und von einer frommen Witwe bestattet.

Der Leuchtturm



Der 22 m hohe Leuchtturm am Cabo de São Vicente wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Er erstrahlt in leuchtenden Rot und Weiß und besitzt eine Reichweite von 33 Seemeilen (etwa 60 km). Der Leuchtturm kann nicht besichtigt werden, du erfährst aber alles zu seiner Geschichte in einem kleinen Museum am Kap.

Letzte Bratwurst vor Amerika



Am Cabo de São Vicente musst du auch nicht auf die deutsche Küche verzichten. Hier gibt es die »Letzte Bratwurst vor Amerika«, verkauft von fränkischen Auswanderern. Natürlich nur Original Nürnberger und Thüringer Bratwürste. Leider leider gibt es den Stand nicht mehr ... 

Anreise zum Kap mit Auto oder Bus

Von Lagos an der Felsalgarve sind es rund 40 km bis zum Cabo de São Vicente. Am schnellsten geht es über die N125 und N268, über Vila do Bispo und Sagres. Andere Urlaubsorte wie Portimão (63 km), Albufeira (93 km) und Faro (123 km) sind weiter entfernt. Die schnellste Anfahrt erfolgt hier über die mautpflichtige A22.

Von Lagos fährt auch täglich ein Bus zum Cabo de São Vicente, allerdings enden die meisten Busse bereits in Sagres. Die Fahrzeit beträgt ungefähr eine Stunde. Vom Zentrum in Sagres kannst du dann auch bis zum Kap laufen (ca. 6 km) oder ein Taxi nehmen.

Wetter am Cabo de São Vicente

Am Kap kann es richtig stürmisch werden und die Temperaturen sind niedriger als in den Urlaubsorten der Südküste. Auf jeden Fall die Wettervorhersage prüfen und passende Kleidung einpacken. Wanderschuhe oder zumindest festes Schuhwerk sind für einen Besuch am Cabo de São Vicente sehr zu empfehlen.

Vor allem die Abhänge der hervorstehenden Klippen sind glatt und rutschig und besitzen keinerlei Absperrungen. In den vergangenen Jahren ist es leider immer wieder zu tragischen Unfällen gekommen. Beim Wandern am Kap bitte immer Vorsicht walten lassen.


Fischfang: 



Ermida Nossa Senhora de Guadalupe




In der Region Vila do Bispo an der westlichen Algarve, empfängt dich eines der ältesten sakralen Bauwerke Portugals, die Kapelle Nossa Senhora de Guadalupe, deren Ursprünge bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen.

Die im frühgotischen Stil gehaltene Kirche wurde von Mitgliedern des Christusordens errichtet und fällt unter anderem dadurch auf, dass die gesamte Architektur, aber besonders die westliche Fassade viele asymmetrische Elemente aufweist.

Dies könnte laut einigen Experten von den Erbauern beabsichtigt gewesen sein, da man zu Zeiten der Erbauung der Kapelle häufig darauf achtete nicht alles symmetrisch zu bauen, um die Perfektion Gottes nicht infrage zu stellen.

Ergänzt wird die Kapelle Nossa Senhora de Guadalupe durch ein angrenzendes Museum über die Geschichte der Algarve.


Aljezur – die weiße Stadt an der Costa Vicentina




Aljezur an der Westküste der Algarve besitzt einige der schönsten Strände der Region. Die kleine Altstadt hat zudem einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Aljezur liegt im Nordwesten der Algarve. Bis nach Lagos sind es 34 km, nach knapp 108 km. Von Lissabon benötigst du mit dem Auto ca. 3 Stunden (318 km). Nördlich der kleinen Stadt befindet sich Odeceixe, im Süden Bordeira und Carrapateira. Aljezur besteht aus zwei Ortsteilen, die durch den Fluss Ribeira de Aljezur getrennt sind. Bis zu den Stränden des Atlantiks sind es jeweils ungefähr 10 km.


Sehenswert im Ortszentrum sind die Ruinen des Castelo Mourisco, 



das oberhalb der Altstadt thront und von den Mauren im 10. Jahrhundert gegründet wurde.

Hier handelt es sich um eine maurische Burg aus dem 10. Jahrhundert, die sich über den Fluss Ribeira de Aljezur erhebt. Errichtet wurde diese Burg von den Almohaden, einer muslimischen Berber-Dynastie.

Der christliche Santiago-Orden vertrieb im Jahr 1249 die Berber und erhielt wenige Jahre später wegen der Unterstützung König Alfons III weitreichende Privilegien, die auch dem Umkreis zugutekamen.

Zum Ende des 15. Jahrhunderts verlor die Burg ihre Bedeutung und begann zu verfallen.

Auch wenn die Burg von Aljezur heute nur noch eine Ruine mit ausgezeichnetem Museum ist, hat man von ihr einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt von Aljezur.

Aljezur besitzt auch vier kleine Museen.

Die meisten Touristen kommen sicherlich wegen der Strände hierher. 

Vor allem der Praia do Monte Clérigos 


und der Praia da Amoreira 


Praia de Arrifana


gehören zu den absoluten Top-Stränden der westlichen Algarve.

Warum du nach Aljezur fahren solltest: Ein toller Urlaubsort, für alle die gerne in der Natur sind. In der Umgebung kannst du wunderbar Surfen, Wandern und Radfahren.

Was du in Aljezur unbedingt machen solltest: Deinen neuen Lieblingsstrand entdecken, die tollen Aussichten auf den tosenden Atlantik genießen und einfach mal nix machen und einfach nur entspannen.


Castro Marim – Algarvedorf mit berühmter Burg



Castro Marim im Osten der Algarve liegt auf einer Anhöhe am Rande eines Sumpfgebietes, nur wenige Kilometer entfernt von der spanischen Grenze. Das kleine Dorf Castro Marim liegt am Naturschutzgebiet Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António, das einst das erste seiner Art auf dem portugiesischen Festland war. Orte in der näheren Umgebung sind Vila Real de Santo António (4 km) und Monte Gordo (7 km). Bis ins andalusische Ayamonte brauchst ca. 15 Minuten mit dem Auto, bis zum Flughafen Faro ca. 45 Minuten (62 km). Castro Marim ist bekannt für seine Burganlage Castelo de Castro Marim, die im 14. Jahrhundert den Christusritterorden zur Verteidigung Portugals gegen Spanien übergeben wurde. Die Burg kannst du täglich besichtigen und dabei einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung bekommen. Im Naturschutzgebiet können Vogelbeobachter auf ausgewiesenen Stationen zahlreichen Entdeckungen machen.

Warum du nach Castro Marim fahren solltest: Neben der sehenswerten Burg, ist auch die Natur des Marschlandes mit den zahlreichen Salinen sehr zu empfehlen.

Was du in Castro Marim unbedingt machen solltest: Dich innerhalb der Burgmauern umschauen, einen Kaffee auf dem hübschen Praça 1º de Maio unterhalb der Burg trinken und das Naturschutzgebiet erkunden.

Castelo de Castro Marim 

 


Castro Marim heißt auf Deutsch »Burg am Meer«. Dies mag ein Hinweis darauf sein, dass diese Burg zur Zeit ihrer Erbauung am Meer gelegen haben mag. Heute gehört sie zu den absoluten Highlights in den Bergen am Rande der Algarve.

Ausgrabungen im Hof der Burg beweisen, dass hier bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. erste Mauern errichtet wurden.

So wie die Burg heute vor uns steht, wurde sie im Jahr 1277 auf Befehl des Königs D. Alfonso III errichtet. Nur kurze Zeit später zogen aus Frankreich geflohene Tempelritter ein und hatten hier bis zum Jahr 1356 ihren Hauptsitz.

Heute wird jährlich Ende August auf der Burg ein Mittelaltermarkt mit Ritterspielen veranstaltet.

Tavira – die Perle der Algarve



Tavira an der Sandalgarve ist für viele das schönste Städtchen der Region. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten, findest du auch einige wunderschöne Strände. Ganz im Osten der Algarve, 40 km entfernt von der spanischen Grenze, liegt Tavira, das einst die größte Stadt im Süden Portugals war. Bis zum Flughafen nach Faro sind es ebenfalls ca. 40 km.

Tavira wird oft als das »Venedig der Algarve« bezeichnet. Der Vergleich ist zwar ganz schön übertrieben, aber die Stadt am Ufer des Gilão braucht sich nicht zu verstecken. In der hübschen Altstadt warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten darauf erkundet zu werden. Große Teile Taviras wurden beim verheerenden Erdbeben von Lissabon 1755 zerstört. Bei Wiederaufbau entstanden schicke zweistöckige Bürgerhäuser, die heute das Bild der Stadt prägen. Tavira liegt nicht direkt am Meer. Bis zum Atlantik sind es aber nur 2,5 km. Eine gute Gelegenheit die Gegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

Warum du nach Tavira fahren solltest: Hier geht alles etwas entspannter zu, als in vielen anderen Urlaubsorten der Algarve. Aber zu sehen und zu erleben gibt es hier mindestens genauso viel.

Was du in Tavira unbedingt machen solltest: Vom Castelo einen Blick auf Tavira mit seinen typischen roten Walmdächern werfen, über die alte Römerbrücke Ponte Romana im Stadtzentrum schreiten und einen Ausflug zur wunderschönen Ilha de Tavira machen.


Geheime Gärten in Tavira



Anschließend gingen wir hinauf in die Ruinen des Kastells Castro Mouros. Von den Überresten der alten Burgmauern hat man einen super Blick über die gesamte Stadt mit ihren für Tavira typischen Pyramidendächern. Innerhalb der alten Mauern ist ein gemütlicher  und mystischer Garten angelegt, in dem regelmäßig Musiker auftreten. Beeindruckend fanden wir die für die Algarve typischen violetten Jacaranda-Bäume.


Taviras Wasserturm



Danach besuchten wir spontan die Camera Obscura im alten Wasserturm von Tavira, gleich neben dem Kastell. Nach kurzer Wartezeit wurden wir von einer Mitarbeiterin per Lift in den ehemaligen Wassertank des Turms begleitet. Der Besuch ist jeden Cent wert! Die Führerin hat uns neben interessanten Fakten zur Stadtgeschichte von Tavira viele Tipps für unsere Reise durch ganz Portugal mit auf den Weg gegeben.

Auf dem Wasserturm ist ein drehbarer Spiegel montiert, der das Licht von außen durch nur zwei Linsen ins innere des Wasserspeichers leitet und dort auf eine gewölbte Fläche projiziert. Dadurch entsteht auf der Projektionsfläche ein Abbild der Außenwelt in überragender Qualität! Durch anheben und absenken der Projektionsfläche kann die Führerin den Fokus der Projektion anpassen und so den Blick auf bestimmte Punkte der Projektion lenken.

Ponte Romana



Die Ponte Romana in Tavira spannt sich in sieben Bögen über den Fluss Rio Gilhão. Sie wurde von den Römern gebaut und dient den Menschen schon seit mehreren Jahrhunderten, um den Fluss zu überqueren.

Tavira an der Algarve selbst besitzt eine wunderschöne Altstadt. Genau dort fügt sich die Römische Brücke, die auf das gegenüberliegende Ufer führt, in das Stadtbild ein.

Da Tavira nah am Meer liegt, ist der Fluss gezeitenabhängig. Bei Ebbe führt er kaum Wasser und bei Flut kann man ihn mit einem Boot überqueren. Auch vom Boot aus bietet die Römische Brücke einen traumhaften Anblick.

Adresse Ponte Romana 8800-349 Tavira Portugal

Igreja da Misericórdia

Die beeindruckenden Renaissanceelemente am Portal und im Innenraum machen die Santa Casa da Misericórdia aus dem 16. Jahrhundert architektonisch sehr wertvoll. 1541 wurde der in Tavira ansässige Steinmetz André Pilarte mit der Errichtung beauftragt. Über dem Portal ist ein Bildnis der Nossa Senhora da Misericórdia zu sehen, flankiert von den Wappen der Stadt und Portugals sowie zwei Reliefs, die die Heiligen Paulus und Petrus zeigen. Innen sind eindrucksvolle Renaissance-Säulen zu sehen. Auf dem Altar und in den Seitenkapellen sind vergoldete Holzschnitzereien aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern. Die wunderschönen Azulejos an den Wänden zeigen Szenen aus dem Leben des Christi und die Werke der Misericórdia darstellen.





Adresse Igreja da Misericórdia Rua Damião Augusto de Brito Vasconcelos 2, 800-316 Tavira Portugal

Loulé – Maurenburg, Markthalle & Karneval

Loulé, im Hinterland der Algarve, ist eine Stadt mit langer Geschichte. Die interessanten Sehenswürdigkeiten machen Loulé zu einem beliebten Ausflugsziel.

Loulé befindet sich im Zentrum der Algarve, rund 17 km entfernt von Faro. Südlich liegt Almancil (6 km), im Norden Querença (10 km).

Im 8. Jahrhundert wurde Loulé von den Mauren gegründet, die damals eine Burg errichteten, die du heute besichtigen kannst.

Loulé hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sehr bekannt ist die große Markthalle, die vor allem am Samstag ein beliebtes Ziel vieler Einheimischer und Touristen ist. In der Altstadt kannst du zudem einige interessante Kirchen, Kapellen und Museen besichtigen.

Die Stadt gehört zu den Hochburgen des portugiesischen Karnevals. An den vier Tagen vor Aschermittwoch wird in Loulé kräftig gefeiert, inklusive eines großen Karnevalsumzug.

Warum du nach Loulé fahren solltest: Eine der schönsten Städte im Barrocal, dem Hinterland der Algarve. Schönes Ziel für einen Tagesausflug.

Was du in Loulé unbedingt machen solltest: Das bunte Treiben in der Markthalle beobachten, das Castelo der Mauren anschauen und ein paar Portugal-Souvenirs in den zahlreichen kleinen Läden erwerben.

Markthalle von Loulé

Mercado Municipal de Loulé

Die Markthalle von Loulé gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Algarve. Der Mercado Municipal ist der quirlige Mittelpunkt von Loulé.

Samstags lockt der Wochenmarkt Einheimische und Touristen zu Tausenden auf das Gelände und in die Hallen, um lokale Spezialitäten, fangfrische Meeresfrüchte und Fische sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region zu erwerben.

Zwischendurch können Besucher sich in den zahlreichen Cafés entspannen und miteinander plaudern. Die Markthalle von Loulé ist nicht nur sehenswert. Sie ist ein Erlebnis.

Adresse
 

Mercado Municipal de Loulé
Rua José Fernandes Guerreiro 34
8100-269 Loulé
 Portugal

Burg von Loulé

Castelo de Loulé

Die Altstadt von Loulé allein ist schon sehenswert. Besonders faszinierend ist jedoch die Burg von Loulé.

Loulé liegt nur etwa 16 Kilometer von Faro entfernt und ist von dort mit allen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.

Das maurische Castelo besitzt einen sehr schönen Innenhof, in dem immer wieder Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen stattfinden.

Hinter einer Tür im Innenhof verbirgt sich das städtische Museum mit seinem eindrucksvollen Gewölbe. Hier kannst du unter anderem archäologische Funde aus der römischen und maurischen Epoche bestaunen.

Besonders interessant ist auch die kleine Küche aus einer längst vergangenen Zeit mit ihrer begehbaren Feuerstelle und den vielen Gerätschaften früherer Jahrhunderte.

Adresse
 

Castelo de Loulé
Rua Dom Paio Peres Correia 17
8100-564 Loulé
 Portugal

Silves – ehemalige Hauptstadt der Mauren

Silves, einst das kulturelle Zentrum während der maurischen Herrschaft in Portugal, ist heute ein verschlafenes Städtchen im Hinterland der Algarve.

Silves liegt im Barrocal, dem Hinterland der Algarve. Bis zur Küste nach Portimão sind es 16 km, nach Albufeira 30 km. Den Flughafen Faro erreichst du in knapp 45 Minuten.

Unter dem Namen Xelb war Silves einst die Hauptstadt des maurischen Al-Gharb und kulturelles Zentrum der Region, auf einer Stufe mit den maurischen Städten Granada und Córdoba in Andalusien.

Vom einstigen kulturellen Reichtum ist zwar nicht mehr viel übrig, dennoch ist die Stadt sehr sehenswert. Mit seiner Burg Castelo de Silves und der Kathedrale, der ältesten Kirche der Algarve, besitzt Silves zwei herausragende Sehenswürdigkeiten, die du schon von Weitem bei der Anfahrt erblicken wirst.

Die schönste Jahreszeit für einen Besuch in Silves ist der Frühling. Dann blühen hier Tausende Mandelbäume und verwandeln die Gegend in ein wunderschönes weißes Blütenmeer.

Warum du nach Silves fahren solltest: Die Burg und die Kathedrale sind wirklich sehenswert.

Was du in Silves unbedingt machen solltest: Neben den Sehenswürdigkeiten auch eines der Weingüter in der Nähe besuchen.

Burg von Silves

Castelo de Silves

Hoch oben auf einem Hügel oberhalb der Stadt Silves steht, umringt von massiven Mauern und elf Türmen, die eindrucksvolle Burg von Silves. Wer sie erblickt fühlt sich wie in einer Art Zeitmaschine, die dem Betrachter die militärische Stärke aufzeigt, die sie im elften Jahrhundert besaß.

Mit ihren roten, aus Schlamm und Sandstein errichteten Mauern, ist sie nicht allein das unübersehbare Zeugnis einer großartigen muslimischen Baukunst und des Höhepunkts der islamischen Kultur, sondern auch der perfekte Ort, in der Geschichte Portugals zu versinken.

Und stehst du erst einmal an den Mauern dieser Burg, wirst du mit einem fabelhaften Blick über die Stadt, ihrer faszinierenden Umgebung und der besten Aussicht auf den Fluss Arade belohnt.

Schon im Jahr 1910 wurde die Burg von Silves als nationales Monument Portugals klassifiziert. Sie ist die bedeutendste, größte und dabei am besten erhaltene Burg der Algarve.

Der Schritt durch das Haupttor

Von der Altstadt aus erreichst du das von zwei Türmen flankierte riesige Haupttor. Dort fällt dein Blick auf ein Wächterhaus, das noch immer den Eindruck erweckt, ein wachsames Auge auf dich zu haben, wenn du die Burg betrittst. Seit Jahrhunderten ist dieses Wächterhaus nicht mehr in Funktion. Doch jeder Besucher erkennt unwillkürlich, dass es sofort wieder einsatzbereit wäre.

Wendest du deinen Blick hier mehr nach Norden, erregt wahrscheinlich eine verruchtes Tor, das »Verrätertor«, deine Aufmerksamkeit. Dieses Tor bietet einen unmittelbaren Ausgang ins freie, erwacht dabei aber den Eindruck, dass diese Freiheit nicht die erhoffte ist, sondern ein Abschied für immer.

Arabisches Können und maurische Mythen

In der Burg selbst erfreuen dich dann die Lustgärten, die bei dem Klima der Algarve zu jeder Jahreszeit grün sind und mit reichhaltigen Düften überraschen.
 Auch die unterirdischen Nahrungsspeicher sind sehenswert. Es sind alte Silos in arabischer Bauweise. Betreten werden sie durch schmale Öffnungen am Boden. Die Funktionalität dieser Speicher ist sofort erkennbar. Hier ist die Luft trocken und kühl.

An die Geschichten aus Tausend und einer Nacht erinnern die zehn Meter hohe Maurische Zisterne mit ihren auf vier Säulen ruhenden Gewölben und die sechzig Meter tiefe Zisterne der Hunde.

Einer Legende nach soll man hier noch immer die Klageschreie des Mädchens hören, deren Liebster tief auf dem Grund dieses Brunnens Selbstmord beging.

Adresse

Castelo de Silves
8300-112 Silves
 Portugal

Kathedrale von Silves

Sé de Silves

Die Kathedrale von Silves ist eine der bedeutendsten Kirchen der Algarve. Querschiff und Chor im spätgotischen Stil stammen aus dem 13. Jahrhundert. Das Langhaus im romanischen Stil wurde später angebaut.

Wie an der Algarve üblich, wurde die Kirche auf einem Hügel errichtet. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss, ein Länge von 39 Metern, Breite: 16 Meter und ist 18 Meter hoch.

Der Chor ist aus »grés de Silves«, dem rotem Sandstein der Region gebaut. An der Ostseite befindet sich ein wunderschönes Spitzbogenportal aus gelbem Sandstein. Den Eingang der Kirche bildet das barocke Südportal (1781).

Das Kreuzgratgewölbe und der gotische Chor mit schmalen Fenstern geben dem Bau etwas Mystisches. Hinter dem Altar steht eine Madonna mit Kind (16. Jahrhundert). In der Kathedrale befinden sich Gräber von Kreuzrittern und Bischöfen.

Monchique – idyllisches Bergdorf im Hinterland der Algarve

Monchique, eingebettet in die wunderschöne Berglandschaft der Serra de Monchique, ist ein tolles Ausflugsziel für Wanderer und Naturliebhaber.

Monchique liegt im Nordwesten der Algarve auf knapp 460 m über dem Meeresspiegel. Von Portimão sind es 26 km, von Lagos etwa 45 km. Bis zum Flughafen Faro benötigst du 75 Minuten.

Der kleine Bergort Monchique kann vor allem mit seiner wunderbaren Lage punkten. Hier in den Bergen der Serra de Monchique kannst du dich von der herrlichen Natur der Region verzaubern lassen.

Monchique hat zudem einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Bei einem Rundgang solltest du dir auf jeden Fall die hübsche Kirche Igreja Matriz anschauen. Ein schöner Platz für einen Kaffee ist der Largo dos Chorões im Zentrum von Monchique.

Nicht weit von Monchique ist der Monte Fóia, mit 902 m der höchster Berg der Algarve. Diesen kannst du bei einer ca. zweieinhalbstündigen Wanderung oder mit dem Auto erreichen. Oben erwartet dich ein spektakulärer Panoramablick

Warum du nach Monchique fahren solltest: Eines der schönsten Bergdörfer in Portugal und tolles Ausflugsziel für alle Algarve Urlauber.

Was du in Monchique unbedingt machen solltest: Auf den Monte Fóia wandern, die traditionelle Handwerkskunst der Händler bestaunen und entspannte Atmosphäre des Ortes genießen.

Serra de Monchique

Ein Ausflug in die Serra de Monchique im Südwesten von Portugal ist eine willkommene Abwechslung für die ganze Familie im Algarve-Urlaub. An den Hängen wachsen uralte Steineichen, Kastanien und Magnolienbäume, es gibt traditionelle Terrassenfelder und das charmante Bergdorf Monchique zu sehen. Ein Aufstieg auf die Gipfel Fóia und Picota lohnt sich ebenfalls. Von dort aus hast du einen weiten Ausblick über die Ebene bis ans Meer.

Serra de Monchique – das grüne Herz der Algarve

Die nur 20 km von der Küste entfernte Serra de Monchique ist der perfekte Ort, um einen Blick von oben auf die Landschaft der Algarve zu werfen und sich am Bergleben zu erfreuen. Besonders gut geht dies von den Gipfeln Fóia und Picota aus. Denn der Fóia ist mit 902 Metern der höchste Berg der westlichen Algarve.

Das Gebirge selbst besteht aus Schiefer und Sandstein, die als Baumaterial an der Algarve Verwendung finden. In den Bergen von Monchique entspringen die Flüsse Seixe, Aljezur und Odiáxere – sie wiederum versorgen die Küste mit Trinkwasser.

Weite Laubwälder mit Walnussbäumen, Pinien, Stein- und Korkeichen, Kastanien, Rhododendren und Magnolien bedecken die Berghänge der Serra de Monchique. Sie ist bekannt für ihre üppige Vegetation und ihren Artenreichtum. Unter den Bäumen erstreckt sich ein bunter Blumenteppich. Ab 600 m aufwärts beginnt die baumfreie Zone und duftende Zistrosen erobern die Hänge.

Unzählige Vögel, Insekten und Reptilien sind in der Serra de Monchique zuhause. Unter den Säugetieren findest du Wiesel, Marder, Luchse, Fischotter und Ginsterkatzen. Verantwortlich für dieses grüne Paradies ist das fast subtropische Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und angenehmen Temperaturen.

Leider fallen immer mehr Waldflächen der Holzindustrie zum Opfer, die lieber Eukalyptus, Pinien und Akazien für wirtschaftlichen Profit pflanzt. Einige seltene Tier wie der Habichtsadler und die Iberische Smaragdeidechse sind vom Aussterben bedroht, der Wasserspiegel befindet sich auf einem bedrohlich niedrigen Niveau. Initiativen zum Schutz der Serra de Monchique bemühen sich, wenigstens eine Fläche von 76.000 Hektar der Serra unter Naturschutz zu stellen.

Wandern in der Serra de Monchique

Der beste Weg die Serra de Monchique zu erkunden ist auf einer Wanderung. Vorbei geht es durch idyllische Wälder, an plätschernden Bächen und über Blumenwiesen. Die Temperaturen sind niedriger als an der Küste und bieten vor allem im Sommer eine willkommene Erfrischung.

Zu den beliebtesten Wanderungen gehören die Aufstiege auf den Fóia und den Picota: Von oben hast du eine spektakuläre Sicht bis zum Meer. Den Aufstieg auf den Fóia (PR 3) Monchique – Fóia kannst du auf dem Gipfel starten und dann bergab laufen. Oder du beginnst im Dorf Monchique und läufst hin und zurück. Eine Strecke ist rund 6,5 km lang und dauert je nach Kondition 2 Stunden.

In der Nähe des Fóia Gipfels startet ebenfalls eine interessante Rundwanderung. Sie ist im Wanderführer des Rother-Verlags genau beschrieben. Wie kommst du her? Du fährst mit dem Auto auf der A22 bis nach Monchique und folgst dort den Schildern Richtung Fóia.

Bergdorf Monchique

Das touristisch gut erschlossene Dorf Monchique liegt auf einer Höhe von 458 m zwischen dem Picota und dem Fóia. Hier nimmt das reizende Bergleben täglich seinen Platz und es gibt zahlreiche Unterkünfte, Restaurants und Shops mit den Produkten der lokalen Bauern und Handwerker.

Das Dorf ist umgeben von einer üppigen Natur, vor allem die uralten Magnolienbäume sind sehenswert. Ein typisches Merkmal der hiesigen Architektur ist der extrem breite Schornstein – er erstreckt sich über die gesamte Küchenbreite.

Im Ort lohnt sich ein Besuch des wunderbaren Platzes Largo de São Sebastião, der Kirche Matriz de Monchique mit schönen Dekorationen im Inneren und der Einsiedelei Ermida de S. Sebastião.

Ganz in der Nähe besuchst du die Ruinen des Convento de Nossa Senhora do Desterro. Das ehemalige Franziskanerkloster wurde im 15. Jh. im manuelinischen Stil erbaut und bei dem Erdbeben von 1755 schwer beschädigt.

Kirche Matriz in Monchique

Igreja Matriz de Monchique

Mit dem Mietwagen oder per Bus gelangst du nach Monchique. Der Ort liegt rund 85 Kilometer nordwestlich von Faro im Hinterland der Algarve. Die Kirche befindet sich in der Rua da Igreja in der Altstadt.

Vom Platz Largo dos Chorões führt ein Fußweg dorthin. Die Kirche (Igreja) Matriz in Monchique hat ein Eingangsportal mit verknoteten Säulen, ein interessantes Beispiel für den manuelinischen Baustil.

Im Innenraum gibt es dekorative Ornamente, die das Knotenmotiv wieder aufnehmen. Das Gewölbe ist mit wunderschönen Azulejos verziert. Den Altar schmücken filigrane, vergoldete Holzschnitzereien: Zwei Engel, die die Sonne und den Mond halten.

Die Azulejos an der Decke zeigen einen Sünder im Fegefeuer. An den Wänden ist der heilige Seelenretter São Francisco zu sehen und São Miguel, der den Teufel tötet.

Adresse

Igreja Matriz de Monchique
Rua da Igreja 29
8550-464 Monchique
 Portugal

Kloster Nossa Senhora do Desterro in Monchique

Convento de Nossa Senhora do Desterro

Oberhalb des sehr malerischen Ortes Monchique im Hinterland der Algarve thront von Weitem sichtbar das Kloster Nossa Senhora do Desterro, dem du auf den ersten Blick nicht ansiehst, das es seit einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1755 nur noch eine Ruine ist.

Das vom Zentrum von Monchique in 20 Gehminuten erreichbare ehemalige Franziskanerkloster Nossa Senhora do Desterro in Monchique wurde bereits 1631 gegründet und ist heute ein eindrucksvolles Monument der Erhabenheit sakraler Bauten.

Die schön gestaltete Anlage rund um das Kloster in Monchique bietet einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berge und den beschaulichen Ort Monchique und bietet unter anderem eine uralte Magnolie, die nachweisbar direkt aus Indien stammt.

Adresse

Convento de Nossa Senhora do Desterro
Caminho do Convento
Monchique
 Portugal

 

Caldas de Monchique

Nur 5 km von Monchique liegen der Kurort Caldas de Monchique mit seinen heißen Quellen, denen man Heilkräfte zuspricht. Schon die Römer badeten hier ihre müden Knochen. Der Spa-Bereich mit Sauna und Dampfbad steht auch Tagesgästen offen.

Willst du nicht baden, kannst du dir Heilwasser an einem Brunnen abzapfen und mit nach Hause nehmen: Es soll bei Gelenkbeschwerden, Rheuma und Lebererkrankungen Linderung verschaffen.

Miradouro da Fóia

Der Aussichtspunkt des Fóia ist der höchste der Algarve. Hier schweift dein Blick über die herrliche Natur und bis zum Horizont. Im Süden befindet sich die Küste des Atlantiks mit dem Fjord Ría de Alvor, im Osten liegen die Stauseen Funcho und Arade.

Im Norden grenzt die Serra de Espinhaço de Cão und im Westen liegen die Stadt Sagres und das Cabo de São Vicente.

Aussichtspunkt auf dem Picota

Der Picota mit 774 m Höhe ist der zweithöchste Gipfel der Serra de Monchique und bietet einen atemberaubenden Panoramablick. Der Anstieg ist steiler als auf den Miradouro da Fóia, lohnt sich aber auf jeden Fall. Auf deinem Weg läufst du durch die typische Bergvegetation.

Aussichtspunkte in der Serra de Monchique:

  • Miradouro de São Sebastião
  • Miradouro da Fóia
  • Miradouro da Picota
  • Miradouro da Fonte Santa
  • Miradouro das Caldas
  • Miradouros em Alferce (in der Umgebung des Ortes Alferce befinden sich 5 Aussichtspunkte)
  • Miradouro do Picos Marmelete

Wasserfälle – cascatas

In der Serra de Monchique gibt es zahlreiche Wasserfälle. Besonders lohnenswert sind die Cascata de Barbelote, die Cascata des Chilrão an der Straße Marmelete mit Chilrão und die Cascata do Penedo do Buraco in der Nähe der Teerstraße bei Penedo do Buraco. Die Cascata do Barbelote liegt an der Straße Vale de Largo – Barbelote.

Gastronomie

Versäume es nicht, die typische und vielseitige Gastronomie von Monchique zu genießen! In der fruchtbaren Gegend mit dem warmen feuchten Klima wachsen zahlreiche Obst- und Gemüsesorten. Sie werden in einem Eintopf mit traditionellen portugiesischen Würsten zu leckeren Gerichten kombiniert. Die Rezepte sind streng geheim und werden nur innerhalb der Familie von einer Generation an die nächste weitergereicht.

In Monchique isst man gerne: Assadura à Monchique (Geschnetzeltes vom Schwein), Feijão com arroz (Bohnen mit Reis) und Grão com couve (Kichererbsen mit Kohl. Im Restaurante Jardim das Oliveiras in Monchique serviert man dir die gute traditionelle Küche.

Fazit: Ein Besuch der Serra de Monchique ist das ganze Jahr lohnenswert. Im Sommer kannst du hierher vor den hohen Temperaturen an der Küste fliehen. Im Winter kannst du Radfahren und Wandern. Auch eine Autofahrt durch das Gebirge hat durchaus ihren Reiz und es gibt Vieles zu entdecken.

Lagos – tolle Stadt, tolle Strände

Lagos ist einer der beliebtesten Urlaubsorte an der Algarve. Vor allem in den Sommermonaten platzt die kleine, hübsche Altstadt aus allen nähen Nähten. Die Strände in und um Lagos sind die schönsten an der Felsalgarve.

Früher berüchtigt für den Sklavenhandel, heute ein beliebter Ferienort für Touristen aus der ganzen Welt. Lagos ist bekannt und beliebt, vor allem auch bei Backpackern. Nur in Lissabon und Porto gibt es mehr Hostels. Doch auch für Urlauber jenseits der 30 hat Lagos viel zu bieten.

Warum du nach Lagos fahren solltest? Lagos ist international. Kein Vergleich zu den von Briten dominierten Albufeira und Portimão. Die kleine Stadt hat alles, was man für einen guten Urlaub braucht: Schönes Wetter, herrliche Strände, viele Restaurants, Cafés und Bars.

Was du in Lagos unbedingt machen solltest? Sich seinen Lieblingsstrand aussuchen und Sonne und Meer genießen, einen Ausflug zur ins Meer ragenden Steilküste Ponta da Piedade machen und durch die Bars der Stadt ziehen und die Nacht zum Tage machen.

Sehenswürdigkeiten in Lagos

Die charakteristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt stammen alle aus der Zeit Heinrich des Seefahrers, die alle in Hafennähe liegen. Die Festung Ponta da Bandeira solltest du dir anschauen, genau wie den alten Sklavenmarkt Mercado de Escravos. Heinrich selbst hat 1960 sein eigenes Denkmal auf dem Praça do Infante Dom Henrique bekommen.

In Lagos gibt es zudem einige sehenswerte Kirchen: die Igreja de Santa Maria an der Südseite der Praça do Infante Dom Henrique, die Igreja de Sant António, die nur im Rahmen eines Besuches im Stadtmuseum Museu Municipal de Lagos besichtigt werden kann und die Igreja de São Sebastião aus dem 15. Jahrhundert.

Kirche Santa Maria in Lagos

Igreja de Santa Maria

Die Igreja de Santa Maria liegt am Praça Infante D. Henrique, benannt nach Heinrich dem Seefahrer, der nach seinem Tod 1460 hier aufgebahrt wurde. Später hat man den Sarkophag in die portugiesische Kleinstadt Batalha gebracht.

Die Kirche in Lagos wurde im 15. Jahrhundert errichet. Beim schweren Erdbeben von Lissabon von 1755 wurde sie fast vollständig zerstört und danach als Pfarrkirche wieder neu aufgebaut.

Sehenswert sind vor allem das Seitenportal mit Steinmetzarbeiten aus dem  beginnenden 16. Jahrhundert und der mit farbigen Bildern verzierte Hochaltar. 

Adresse

Igreja de Santa Maria
Praça Infante D. Henrique
8600-525 Lagos
 Portugal

Festung von Lagos

Forte da Ponta da Bandeira

Die in den Jahren 1679 bis 1690 errichtete Festungsanlage Forte da Ponta da Bandeira liegt direkt neben der Hafeneinfahrt im Süden der Stadt Lagos an der Algarve.

Gemeinsam mit der weiter nördlich gelegenen Forte da Meia Praia und kleineren Forts bildete die monumentale und quadratische Festung einst einen Verteidigungsring rund um die Stadt.

Die Anlage ist auch unter ihren beiden Zweitnamen Forte de Nossa Senhora da Penha de França und Forte do Registo bekannt. Sehenswert sind die kleine Zugbrücke und die mit von Hand bemalten Kacheln aus dem 17. Jahrhundert geschmückte kleine Kapelle.

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts diente die Festung als Lager und Werkstatt für die portugiesische Marine, von 1958 bis 1960 wurde das Gebäude umfassend renoviert.

1983 erwarb die Stadt Lagos das Bauwerk, seither ist dort eine Dauerausstellung zur maritimen Geschichte (Centro de Estudos Marítimos e Arqueológicos de Lagos) untergebracht.

Adresse

Forte da Ponta da Bandeira
Cais da Solaria
8600-645 Lagos
 Portugal

Kirche Santo António in Lagos

Igreja de Santo António

Die im späten 17. sowie frühen 18. Jahrhundert erbaute Igreja de Santo António befindet sich an der Rua General Alberto da Silveira südlich des Zentrums von Lagos. Beim großen Erdbeben in Portugal von 1755 schwer beschädigt, wurde der Sakralbau im Jahr 1769 wieder neu aufgebaut.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das unter Verwaltung des Militärs stehende Bauwerk in einem schlechten Zustand. Regenwasser drang ein und beschädigte sowohl das Mauerwerk als auch die kostbaren vergoldeten Holzschnitzereien im Innenraum.

1924 wurde die Kirche zum nationalen Kulturdenkmal (Monumento Nacional) erklärt, von 1929 bis 1930 fand eine grundlegende Sanierung statt. Seit dieser Zeit gehört die Kirche administrativ zum Regionalmuseum Museu Regional de Lagos, seit 1931 befindet sich die Abteilung für religiöse Kunst in dem Gebäude.

Adresse

Igreja de Santo António
Rua General Alberto da Silveira
8600-594 Lagos
 Portugal

Wissenschaftszentrum Ciência Viva in Lagos

Centro Ciência Viva de Lagos

Das im Januar 2009 in Lagos eröffnete Wissenschaftsmuseum Centro Ciência Viva de Lagos befindet sich in der Rua Dr. Faria e Silva nördlich der Altstadt von Lagos am linken Ufer des Hafenbeckens gleich neben dem großen Markt Mercado Municipal da Avenida de Lagos.

Das Haus und seine Ausstellungen widmen sich der Geschichte der weltweiten Entdeckungen und Eroberungen Portugals im 15. und 16. Jahrhundert. Interessante Exponate und Artefakte aus den Bereichen Kartografie, Astronomie und Schiffsbau vermitteln eine gute Gesamtübersicht über die damaligen Leistungen der portugiesischen Seefahrer.

Untergebracht ist das Museum in der Casa Fogaça aus dem 17. Jahrhundert, das Gebäude verfügt über einen großen Garten sowie mehrere Innenhöfe, in denen zahlreiche Modelle zu besichtigen sind. 

Adresse
 

Centro Ciência Viva de Lagos
Rua Dr. Faria e Silva 34
8600-100 Lagos
 Portugal

Portimão – Fisch & Tourismus

Portimão ist einer der beliebtesten Reiseziele im Süden Portugals und die größte Stadt der Felsalgarve. Früher war sie das Zentrum der Sardinenfischerei.

Portimão befindet sich rund 70 km entfernt von Faro, mit seinem internationalen Flughafen. Die Stadt liegt inmitten der beliebten Urlaubsorte der Algarve, zwischen Lagos und Albufeira.

Direkt als schön kann man Portimão nicht bezeichnen. Die Hochhaussilhouette der Stadt sorgt nicht wirklich für Urlaubsstimmung, dennoch gehört Portimão zu den Touristenzentren der Algarve. Die meisten Urlauber zieht es aber in die Hotels des nahe gelegenen Praia da Rocha.

Nach Portimão kommen viele Besucher auch zum Shopping. In der Innenstadt gibt es dafür eine kleine, nette Fußgängerzone. Wer auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten ist, sollte sich die schöne Hafenpromenade und das Museum von Portimão anschauen.

Das wichtigste Fest der Stadt ist das jährlich im August stattfindende Sardinenfestival.

Warum du nach Portimão fahren solltest: Anders als in vielen Urlaubsorten der Algarve, findet hier man hier noch portugiesischen Alltag vor. Und leckeren Fisch gibt es auch.

Was du in Portimão unbedingt machen solltest: Zum Praia da Rocha fahren, das Stadtmuseum in einer ehemaligen Fischkonservenfabrik besichtigen und einen Ausflug auf dem Rio Arade nach Silves machen.

Kirche Matriz in Alvor

Igreja Matriz de Alvor

Die Kirche von Matriz in Alvor an der Algarve, oder genauer: die Pfarrkirche Igreja Matriz de Alvor, ist ein Bauwerk manuelinischen Stils, wie es im Buche steht. Sie wurde etwa 1520 erbaut und besitzt wohl das schönste Portal in dieser Region.

Ein reich mit Motiven der Flora und Fauna geschmücktes Tor beinhaltet zudem kriegerische Szenen sowie religiöse Symbolik und ist absolut sehenswert.

Auch der Innenraum der Kirche ist reichhaltig geschmückt mit Kachelbildern (Azulejos) des 18. Jahrhunderts. Dazu fügen sich Bildnisse und vergoldete Holzschnitzarbeiten an allen sechs Altaren.

Darunter befindet sich auch das berühmte Bild »Senhor Jesus«, das einer Legende nach vom Meer angespült und von Fischern in die Kirche getragen wurde.

Adresse

Igreja Matriz de Alvor
Rua da Igreja 25
8500-007 Alvor
 Portugal

Museum von Portimão

Museu de Portimão

Das Stadtmuseum wurde in der ehemaligen Konservenfabrik »Feu Hermanos« (19.Jahrhundert) errichtet und befindet sich nahe am Hafen von Portimão. Präsentiert werden die Stadtgeschichte und die Entwicklung der Fischkonservenindustrie.

Auf einem Rundgang werden die Stationen der Fischverarbeitung von der Ankunft im Hafen bis zur Verpackung in Konservendosen gezeigt. Ein beeindruckender Dokumentarfilm vermittelt das damalige Geschehen. Die zweite Abteilung ist der Entwicklung Portimãos gewidmet. Die dritte Abteilung »Vom Grund des Wassers« zeigt die alte Zisterne der Fabrik.

In Audio- und Videoinformationen kannst du viel Interessantes über Flora und Fauna des Arade und der Küste der Algarve erfahren.

 Adresse
 

Museu de Portimão
Rua D. Carlos I, Zona Ribeirinha
8500 – 607 Portimão
 Portugal

Megalithgräber von Alcalar

Ruínas Megalíticas de Alcalar

An der westlichen Algarve im Bezirk Portimão kannst du eine sehr bedeutsame historische Stätte besuchen, die dich in die spannende Epoche der Kupferzeit zurückversetzen wird.

Die eindrucksvollen Megalithgräber von Alcalar sind ein faszinierender Ort, an dem Geschichte lebendig zu werden scheint und dessen Besuch du bei einer Rundreise an der Algarve nicht verpassen solltest.

Die einst recht große Siedlung von Alcalar, die von Historikern und Archäologen als zentraler Ort der Region in der Kupferzeit gesehen wird, ist von mehreren kleineren Siedlungen umgeben und wird geprägt von spektakulären Megalithgräbern, von denen circa 15 in Alcalar zu finden sind.

Die von ihrer Bauweise her faszinierenden Gräber haben teilweise enorme Ausmaße und werden dich durch ihre Präzision und Raffinesse begeistern.

Vila do Bispo – Kleinstadt im Südwesten der Algarve

Vila do Bispo gehört nicht zu den bekannten Urlaubsorten an der Algarve. Ein Zwischenstopp in der alten Bischofsstadt lohnt sich aber allemal.

Vila do Bispo liegt ganz im Südwesten der Algarve, rund 25 km entfernt von Lagos. Die beiden großen Straßen (N268 und N125), die durch den Ort führen, verbinden Vila do Bispo im Süden mit Sagres (8 km) und Richtung Norden mit Carrapateira (14 km) und Bordeira (17 km).

Direkt in Vila do Bispo solltest du dir die Igreja Matriz, eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert anschauen. Noch interessanter ist die Kapelle Nossa Senhora de Guadalupe bei Raposeira. Der Sakralbau wurde im 13. Jahrhundert von Mitgliedern des Christusordens errichtet.

Der Praia do Castelejo gehört mit zu den schönsten Stränden der Costa Vicentina. Er befindet sich rund 4,3 km nordwestlich vom Ortszentrum.

Warum du nach Vila do Bispo fahren solltest: Aufgrund ihrer Lage ist die Stadt perfekt für einen kurzen Zwischenstopp.

Was du in Vila do Bispo unbedingt machen solltest: Die kleine weiße Kapelle anschauen und an einen Strand der großartigen Costa Vicentina fahren.

 

Fernwanderweg Rota Vicentina

Das Rauschen des Atlantiks, weiße Störche und Wildblumenwiesen: Das sind die Markenzeichen des Fernwanderwegs Rota Vicentina, den du in 5 bis 6 Etappen erläufst oder auf Rundwanderwegen erkundest. Entdecke einen der schönsten Küstenwanderwege Europas

Rota Vicentina: Immer entlang der Traumküste in Südportugal

Wilde unberührte Landschaften so weit das Auge erreicht. Auf der Rota Vicentina wanderst du immer entlang des Atlantiks mit seiner schroffen Küste, an deren Fuß sich feinsandige Strände schmiegen – oben dehnen sich duftende Wildblumenwiesen aus. Die Stille ist hier greifbar und wird nur vom Rauschen des Atlantiks und dem Zwitschern der Vögel unterbrochen, von denen viele Arten hier heimisch sind.

Die Costa Vicentina ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Ansonsten bist du hier eher allein und triffst auf das ursprüngliche und ländliche Portugal.

Wo liegt dieses Wanderparadies?

Du findest den Wanderweg Rota Vicentina an der Südwestküste von Portugal in der Region des Alentejo im Naturpark Costa Vicentina, der auch einen Teil der Algarve umfasst.

Eigentlich handelt es sich bei der Rota Vicentina um 2 Hauptwanderwege, ergänzt durch 8 Rundwanderwege: Dem Fischerpfad und dem Historischen Pfad. Insgesamt stehen 400 km gut markierte Wanderwege zur Verfügung, die du als Ganzes oder in Etappen wanderst. Nördlichster Punkt des Wanderwegs ist der Ort Santiago do Cacém bei Sines, im Süden liegt Cabo de S. Vicente, nahe Sagres.

Fischerpfad oder Historischer Weg?

Der bekannteste Teil des Fernwanderwegs Rota Vicentina ist der Fischerpfad (Trilho dos Pescadores): Mit einer Länge von 125 km verläuft er direkt entlang der steilen Küste von Porto Covo zum Cabo de São Vicente.

Der mit 230 km längere Teil, der Historische Weg (Caminho Histórico), ist eine eher ländliche Strecke durch Wälder, Städte und Dörfer. Er ist auch für ungeübte und Genusswanderer gut gehbar und beginnt in Santiago do Cacém und endet ebenfalls am Cabo de São Vicente.

Während der auch steilere Passagen umfassende Küstenpfad nur zu Fuß durchwandert werden kann, kannst du den historischen Pfad auch mit dem Fahrrad erkunden.

Die Rota Vicentina im Überblick:

Schwierigkeitsgrad

Leicht bis moderat

Start / Ziel

Porto Covo / Odeceixe / Cabo de S. Vicente

Gesamtlänge

71 bis 83 km

Dauer

6 bis 7 Tage

Beste Reisezeit

März bis Juni, September bis November

Die Rota Vicentina kannst du gut auf eigene Faust erkunden. Einfacher ist es, wenn du eine geführte Wanderreise buchst. Im Preis ist dann die Reiseplanung: Strecke, Unterkunft und eventuell Führer inbegriffen.

Oft wird auch das Gepäck von einem Ort zum nächsten transportiert. Als größeres Wanderprojekt erwanderst du die Rota Vicentina als Ganzes. Hier bieten sich 6 bis 7 Teilstrecken an mit Tagesetappen von rund 25 km Länge. Alternativ wählst du einen Standort und startest von dort aus zu interessanten Tagestouren.

Gute Gründe für eine Wanderung auf der Rota Vicentina:

  • Spektakuläre Atlantikküste mit Klippen
  • Einsame Naturstrände mit feinem Sand
  • Vogelbeobachtung
  • Korkeichenhaine
  • Die Gastfreundschaft des Alentejo genießen
  • Essen + Trinken: Frischer Fisch, Meeresfrüchte und Weine des Alentejo

Klima auf dem Wanderweg Rota Vicentina

Auf der Rota Vicentina bewegst du dich im Süden Portugals und kannst dich über ein mediterranes Klima freuen mit atlantischem Einfluss. Im Winter ist es mild, die Sommer sind nicht allzu heiß. Mit Wind ist eigentlich immer zu rechnen, besonders auf dem Küstenweg.

Die jährlichen Durchschnittstemperaturen von rund 15°C sind einfach ideal zum Wandern. Das Wetter ist stabil und du brauchst keine größeren Temperaturschwankungen zu fürchten. Der meiste Regen fällt im Dezember: Etwa rund 400 mm in Sagres, 700 mm im Norden bei Odeceixe.

Landschaft, Flora und Fauna

Der Höhepunkt der Rota Vicentina sind die zahlreichen Landschaften, die du durchläufst. Die Küste ist geprägt von schroffen Felsen und steilen Klippen, unten befinden sich einzigartige Strände. Der Blick fällt immer wieder auf kleine Inseln und Riffe, wie die Insel Pessegueiro und das Korallenriff Carrapateira.

Vorbei geht es an der Flussmündung des Mira, bei Sagre und am Cabo de São Vicente reichen die Vorgebirge bis ans Meer. In den tieferen Lagen erstrecken sich Dünen, Lagunen, Sümpfe und Moore, Salzwiesen und Schluchten.

Die Flora variiert je nach Zone, in der du dich gerade aufhältst. In den Gebirgen und auf den Hochebenen mit trocknen und heißen Bereichen wachsen andere Pflanzen als in den Dünen-, Heide- und Feuchtgebieten. Die über 750 Pflanzenarten, 100 davon sind endemisch, umfassen nordatlantische, mediterrane und afrikanische Vegetation.

Einzigartig: Nur hier nisten Störche auf Klippen im Meer! Im ganzen Park sind über 200 Vogelarten heimisch, außer den Störchen viele Fischadler. Unter den Tieren finden sich zahlreiche Reptilien und Amphibien sowie Fischotter.

Schwierigkeitsgrad und Fitness-Level, Wanderausrüstung

Während der Historische Weg auch für ungeübte Wanderer leicht zu bewältigen ist, erfordert der Fischerpfad eine gewisse Trittsicherheit und gute Kondition. Dies ist natürlich auch davon abhängig, wie lange deine geplanten Teilstrecken sind.

Bedenke: Auf dem Fischerpfad geht es entlang der Steilküste mit teils steilen An- und Abstiegen und auch schon mal quer den Strand. Als Wanderausrüstung empfehlen sich gute Wanderschuhe, eine Regenjacke und Funktionskleidung sowie ein Rucksack oder Tagesrucksack.

Auf der Rota Vicentina gibt es vieles zu sehen und zu erleben:

Startpunkte und Anreise zur Rota Vicentina

Als Startpunkte zur Rota Vicentina bieten sich Santiago do Cacém und Porto Covo im Norden sowie Odeceixe und das Cabo de S. Vicente in der Nähe von Sagres im Süden am.

Günstige Flüge von Deutschland aus bieten Ryanair, Eurowings oder die Lufthansa bis nach Lissabon oder Faro.

Die Fahrtzeit von Faro nach Porto Covo beträgt mit dem Mietwagen oder Taxi rund 2 h. Von Lissabon aus bis nach Porto Covo fährt 8 mal täglich ein Bus der Rede Expressos oder Eva.

Planst du noch einen anschließenden Badeurlaub an der Algarve, bietet sich die An- und Abreise über Faro an.

Unterkünfte

Zahlreiche günstige Unterkünfte säumen den Weg der Rota Vicentina und bieten dem müden Wanderer Unterkunft. Eine Besonderheit sind die Casa Brancas. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von etwa 40 kleinen charmanten und rustikalen Unterkünften und Restaurants an der Rota Vicentina.

Fazit: Die Rota Vicentina ist aufgrund der vielfältigen Landschaften und reichen Kultur immer eine Reise wert, egal ob du die ganze Strecke erwanderst oder die wunderbare Landschaft auf Teilstücken genießt. Auch die Jakobspilger waren auf diesen Wegen schon unterwegs.

Im Anschluss an eine Wanderung auf der Rota Vicentina empfiehlt sich ein Badeurlaub an der Algarve und auch zahlreiche Flüsse und Bäche in Portugal besitzen schöne Strände und ein glasklares Wasser.

Odeceixe - der nordwestlichste Ort der Algarve

Odeceixe ist ein kleiner malerischer Küstenort am Atlantik. Der herrliche Praia de Odeceixe gehört zu den schönsten Stränden Portugals.

Odeceixe befindet sich ganz im Norden der Algarve, direkt an der Grenze zum Alentejo. Zur Südküste sind es 50 km bis Lagos und 120 km nach Faro. Bis nach Lissabon solltest du eine Fahrzeit von ca. 3 Stunden einplanen (230 km).

Das Zentrum Kleinstadt mit ihren rund 1.000 Einwohnern liegt nicht direkt am Meer. Bis zur Küste sind es etwa 3 km. Der Weg bis zum Praia de Odeceixe führt dich immer entlang an der Mündung des Ribeira de Seixe.

Nach Odeceixe fährt man wegen den Stränden und der herrlichen Natur. Mit spektakulären Sehenswürdigkeiten kann der Ort nicht aufwarten. Die alte Windmühle, auf einem Hügel über der Stadt, solltest du dir aber auf jeden Fall anschauen.

Wie bereits erwähnt, ist der Sandstrand Praia de Odeceixe einer der schönsten in ganz Portugal. Besonders im Sommer zieht es vor allem viele junge Urlauber zum Schwimmen, Surfen und Kajakfahren hierher.

Warum du nach Odeceixe fahren solltest: Die Strände der portugiesischen Westküste sind unglaublich schön. In Odeceixe kann man wunderbar Urlaub machen. Tagsüber an den Strand und danach weiter in eine der Bars der Stadt.

Was du in Odeceixe unbedingt machen solltest: Deinen Lieblingssport am Praia de Odeceixe ausüben, hinaufsteigen zur restaurierten Windmühle und den Sonnenuntergang vom Restaurant Esplanada do Mar genießen.

 

Der portugiesische Jakobsweg

Alle Weg führen nach Rom... oder nach Santiago de Compostela. Und so gibt es auch in Portugal einen Jakobsweg. Der insgesamt 620 km lange Weg beginnt in Lissabon und führt an der Küste entlang und durchs Landesinnere in Richtung Porto und von dort auf alten Römerstraßen über die spanische Grenze bis nach Galizien.

Caminho Português – Pilgern für Anfänger

Den spanischen Jakobsweg kennen viele. Dass auch Portugal seinen attraktiven Jakobsweg, oder vielmehr seine Jakobswege, hat, wissen dagegen nur wenige. Sie sind noch ein Geheimtipp und nicht so überlaufen, wie ihre spanischen Brüder. Dank der geringen Höhenunterschiede, ist der portugiesische Jakobsweg auch für Anfänger im Pilgern gut zu bewältigen. Der Jakobsweg in Portugal überrascht mit zahlreichen Kontrasten, was Natur, Kultur und die Geschichte betrifft.

Du kannst den Jakobsweg traditionell zu Fuß bereisen, auf dem Fahrrad oder auf dem Pferd. Gründe, den Jakobsweg zu gehen, gibt es viele: Für einige bietet er spirituelle Erfahrung und religiöse Erneuerung, andere wollen die Natur und die Sonne genießen oder sind aus sportlichen Gründen unterwegs.

Geschichte

Der Ursprung des Caminho Santiago Português vermutet man im 12. Jahrhundert, den Höhepunkt seiner Beliebtheit erreichte er im Mittelalter. Damals führte das Pilgern auf dem Jakobsweg zu einem fruchtbaren kulturellen Austausch zwischen den Provinzen in Portugal und Spanien. Seitdem machen sich viele Menschen aus allen Gesellschaftsschichten auf den Weg zur Kathedrale in Santiago de Compostela, in der die Reliquien des heiligen Apostels ruhen.

Von Lissabon nach Porto

Der Caminho Central ist das erste Teilstück des portugiesischen Jakobsweg und führt von Lissabon über Coimbra nach Porto. Alternativ zu den Routen im Landesinneren, gibt es immer wieder schöne Teilstücke direkt an der Küste und dem Atlantik entlang und an schönen Stränden vorbei.

Der Caminho Central ist vollständig mit gut zu sehenden gelben Pfeilen markiert und ab und zu einer gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund, dem offiziellen Jakobsweg-Symbol. Du läufst auf alten Römerstraßen und vorbei an zahlreichen Milarios, gravierte Meilensteinen aus der Römerzeit. Der gesamte Weg von Lissabon nach Santiago de Compostela hat eine Länge von 620 km.

Von Porto nach Santiago de Compostela

Häufiger begangen und deshalb gut dokumentiert ist das Teilstück von Porto nach Santiago de Compostela. Es zählt zu den beliebtesten Pilgerwegen und zahlreiche Anbieter führen die Tour im Programm. Von Porto aus läufst du rund 240 km auf alten Römerstraßen durch zwei Kulturen und passierst dabei so schöne historische Städte wie Valença, Barcelos und Tui.

Der Norden von Portugal ist grün und die wunderschöne und zum Teil mit Weinbergen bepflanzte Hügellandschaft bietet immer wieder neue idyllische Ausblicke. Vorbei geht es an Kapellen und Kirchen und durch romantische Weindörfer. Keinesfalls versäumen solltest du die Dörfer Barcelos und Ponte de Lima.

Auf deiner Wanderung begegnen dir immer wieder eindrucksvolle Beispiele portugiesischer Kachelkunst. Was für's Auge und für den Gaumen sind der süffige Portwein, frischer Fisch und Meeresfrüchte, die man hier serviert. Für das Teilstück Porto - Santiago brauchst du rund 2 Wochen – es ist also gut in einem Jahresurlaub zu schaffen und es sind sogar noch einige Strandtage drin.

Gut zu wissen: In Portugal gibt es noch nicht so viele Pilgerherbergen wie in Spanien. Du übernachtest unterwegs dennoch günstig in Pensionen, Gasthöfen, Hotels oder im eigenen Zelt.

Höhepunkte des Caminho Santiago Português

Porto
Porto ist die heimliche Hauptstadt von Portugal und zählt zu seinen beliebtesten Reisezielen. Es bietet neben der sehenswerten Altstadt spektakuläre Strände am Atlantik. Außerdem beginnt hier das von der UNESCO geschützte Douro-Tal. An dessen Oberlauf wachsen die Trauben des Portwein.

Braga
Braga liegt in einer herrlichen Waldlandschaft und ist umgeben von Hügeln und Tälern. Die pulsierende Universitätsstadt ist die älteste Stadt Portugals und lockt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Fátima
Wenn du einen Wallfahrtsort besuchen willst, musst du gar nicht bis nach Santiago pilgern. Fátima gilt als bedeutendster Wallfahrtsort in Portugal: Hier erschien die Jungfrau Maria armen Hirtenkindern und erstaunte mit zahlreichen Wundern.

Lissabon
Lissabon in der Mündung des Tejo wirst du dir sicher nicht entgehen lassen. Das ganze Jahr Temperaturen von über 20 Grad, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und gute Möglichkeiten zum Wassersport.

Beste Reisezeit

Den Caminho Santiago Português kannst du ganzjährig begehen. Wann genau du die Wanderschuhe schnürst, ist auch von deinen persönlichen Bedürfnissen abhängig. Startest du in Lissabon, solltest du bedenken, dass hier vor allem im Sommer höhere Temperaturen herrschen als in Porto. In der Zeit von Mai bis September gibt es viele Sonnentage und es regnet nur selten.

Finanzen

Finanziell gesehen ist das Wandern auf dem portugiesischen Jakobsweg günstiger als in Spanien. Dies gilt sowohl für die Unterkünfte als auch für Cafés und Restaurants am Weg. Hier zahlst du auch schon mal nur 1 Euro für eine gute Tasse Café.

Das lichtdurchflutete Portugal ist immer eine Reise wert. Und hier den Jakobsweg zu gehen, lohnend in mehr als einer Hinsicht. Auf dem Caminho Santiago Português lernst du Land und Leute richtig gut kennen und genießt die Küche der Region. Der portugiesische Jakobsweg führt dich durch zwei Länder – Spanien und Portugal – und vorbei an zahlreichen Kulturschätzen und durch wunderschöne Landschaften.


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https://ronnyrakete.de/roadtrip-durch-portugal/#tavira



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