Von wegen, Elfen gibt es nicht  von Murail

Kurzbesprechung

Mit verstaubten Märchengestalten wie Feen, Zwergen, Trollen oder Elfen lässt sich heutzutage kein Kind mehr hinter dem Gameboy hervorlocken. Dieser altmodische Kram ist doch völlig out, und außerdem gibt es diese Fantasiefiguren ja sowieso nicht. Denkste! Und ob es die gibt! Nur, nicht jeder Mensch kann sie sehen. Auch der elfjährige Constantin und seine Mutter Madeleine glauben nicht an diesen abgefahrenen Quatsch von Wesen aus der Astralwelt, obwohl in letzter Zeit sehr merkwürdige Dinge in ihrer Wohnung passieren: Bücher, Schlüssel und Kleidungsstücke verschwinden und tauchen an den unmöglichsten Orten wieder auf. Ganz zu schweigen von diesem penetranten Maiglöckchenduft, der schon seit Tagen in den Zimmern hängt. Als der schrullige Nachbar aus dem Erdgeschoss erklärt, er vermisse seinen Elfen, halten Constantin und Madeleine den Alten zunächst für völlig durchgeknallt. Doch kurze Zeit später zweifeln sie an ihrem eigenen Verstand, denn sie müssen miterleben, wie sich vor ihren Augen ein leibhaftiger Elf materialisiert: 22 Zentimeter groß, gut gebaut, mit zarten Flügeln und einem boshaftem Blick. Außerdem ist der Kleine charmant und rotzfrech zugleich. Ganz klar, dass sich ab jetzt einiges im Leben von Constantin und Madeleine ändert, denn so ein Elf hält einen ganz schön auf Trab -- und bereitet zuweilen sogar ernsthaften Ärger.