Petersburg  von Belyj

Kurzbeschreibung

Petersburg 1905: vierundzwanzig Stunden aus dem Leben des Revoluzzers und Kant-Adepten Nikolaj Apollonowitsch, der seinen Vater, einen Senator, mit einer Bombe ermorden soll. Aber schon ein lächerlicher Auftritt des Sohnes genügt, um den Vater zu Fall zu bringen. Unnach-ahmlich hat Andrej Belyj in seinem berühmtesten Roman die vorrevolutionäre Stimmung im alten Petersburg eingefangen. Für Nabokov gehört "Petersburg" neben Joyces "Ulysses" und Kafkas "Prozeß" zu den drei großen Prosawerken des 20. Jahrhunderts. Das 1911-13 entstandene Buch, das hier erstmals in der unge-kürzten Urfassung auf deutsch erscheint, ist ein Bewußtseinsroman aus dem Geist der Musik. Petersburg am Vorabend der Revolution 1905. Giftige, grünliche Nebel ziehen von der Newa herüber und verwandeln die Passanten auf dem Newskij Prospekt in Schatten. Ein Mordanschlag wird vorbereitet. Er gilt dem Senator Apollon Apollonowitsch Ableuchow, einem jener fortschrittsgläubigen Verwaltungsbeamten, die den gewaltigen Ausdehnungen des Russischen Reiches mit Zirkularen, Tintenlöschern und Aktenzeichen zu Leibe rücken. Sein Sohn Nikolaj Apollonowitsch, ein grüblerischer junger Mensch, ist in die Kreise der Verschwörer geraten und erhält den Auftrag, die Bombe im Arbeitszimmer seines Vaters zu deponieren. Das Ungeheure nimmt seinen Lauf...