Mann ohne Makel   von Ditfurth

Kurzbeschreibung

Leopold Kohn ist ein alter, weißhaariger Mann, Jude. Der einzige Überlebende seiner Familie, einer der wenigen Hamburger überlebenden Juden. Nach dem Krieg kehrt er aus England nach Hamburg zurück. In dem Haus, das seiner Familie gehörte, wohnt jetzt der steinreiche Immobilienmakler Maximilian Holler. Ein Mäzen, Wohltäter, Liebling des öffentlichen Lebens. Einst hatte der alte Holler - Mitglied der "Hamburger SS-Mafia" - gemeinsam mit anderen Kameraden und Beziehungen zum Finanzamt jüdisches Vermögen am Fiskus vorbei in eigenen Besitz gebracht. Nach dem Zusammenbruch der Diktatur bleibt die Besetzung im Finanzamt dieselbe. Unterlagen verschwinden. Anträge jüdischer Rückkehrer werden abschlägig beschieden. - Die Hamburger Maklerwelt besteht aus Kriegsgewinnlern der ehemaligen Waffen-SS. Kohn weiß, er hat nicht mehr lange zu leben. Diagnose: Krebs. Im Keller seines Freundes Goldblum lagern Sprengstoff und Zyankali. Das Ruhekissen seines Lebens lautet: wenn ich will, dann jage ich eins von diesen Schweinen einfach in die Luft.