der lombardische Kurier   von Scerbanenco

Kurzbeschreibung

Eine junge Lehrerin wird von mehreren ihrer Schüler brutal misshandelt und vergewaltigt. Sie erliegt wenig später ihren schweren Verletzungen. Kommissar Lamberti sieht sich mit einer Mauer des Schweigens konfrontiert. Der lombardische Kurier des immer noch unterschätzten italienischen Autors Giorgio Scerbanenco liefert eine dichte und beeindruckende Milieustudie. Duca Lamberti, ehemaliger Arzt und Detektiv und nun im Polizeidienst tätig, steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Keiner der jugendlichen mutmaßlichen Täter, die zumeist aus elenden Verhältnissen stammen, gesteht die Mittäterschaft. Vielmehr betont jeder einzelne, nur die anderen seien für die Gewalttat an der Lehrerin verantwortlich, ohne sich jedoch an Einzelheiten erinnern zu können. Lamberti führt endlose Einzelverhöre, um die Schwachstelle in der Gruppe zu finden. Bald dämmert ihm, dass die Jugendlichen von außen zu dem Verbrechen aufgestachelt wurden. Als er sich bereits auf der richtigen Fährte wähnt, geschieht ein Selbstmord.