der Kindersammler   von Thiesler

Kurzbeschreibung

Es geschieht am helllichten Tag. Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr. Ein Roman, der einem zuweilen den Hals abschnürt, so schrecklich realistisch ist die Geschichte.Dieses Buch wieder aus der Hand zu legen ist fast unmöglich, wenn-gleich man sich beim Lesen auch ständig fragt, wie man diese Stimmung und Spannung überhaupt weiter aushält. Es ist, als würde eine kalte Hand nach einem ausgestreckt. Und wenn man selber Kinder hat, insbesondere 10jährige Jungen, dann kommt man schon an die Grenzen des Erträglichen. Aber dennoch kann man sich der Geschichte kaum entziehen, die Personen sind grandios charakterisiert, das geht so weit, dass man für den Täter schon beinahe so etwas wie Verständnis aufbringt. Oder zumindest ansatzweise zu ahnen beginnt, wie eine derart kranke Persönlichkeit "gemacht" wird. Also Spannung pur aber keine übliche Krimikost, sondern auch perfekt erzählt bis zum Schluss.