der geschenkte Gaul von Knef

Kurzbeschreibung

Das Leben hat Hildegard Knef oft genug aus dem Sattel geworfen. Trotzdem blieb es für sie der "geschenke Gaul", der nicht immer bequem ist, den man aber stets behält - weil er ein Geschenk ist. Mit ihrer bewegten Autobiographie schuf die Knef ein hinreißendes Stück Erlebnisliteratur. Diese Autobiographie ist absolut lesenswert! Nicht nur, weil Hildegard Knef aufgrund ihres Jahrganges (Kriegsjugend, mit allen entsprechenden Folgen, auch Krankheiten) wirklich etwas zu erzählen hat (im Gegensatz zu so manch anderem sogenannten "Star"), sondern weil es kompakt, packend und sehr intelligent geschrieben ist (!) Die Autorin fordert einen ganz schön, indem sie Dinge manchmal nur elegant anreißt oder scheinbar beiläufig erwähnt, aber indirekt erwartet, daß man sich später an all die Namen und Personen erinnert. Unter einem gewissen Niveau macht(e) sie es also offenbar auch bei der Schriftstellerei nicht - sehr schön, sehr typisch. Über den Inhalt will ich hier nicht zuviel verraten, aber es werden natürlich u.a. ihre schweren Anfangsjahre in Berlin geschildert (indem sie aus den Trümmern auferstand, sozusagen), wobei mich die besondere Beziehung zu ihrer Schauspiellehrerin, Else Bongers, positiv überrascht hat, später dann natürlich der Sprung bzw. die Sprünge in die USA, mit all den Gepflogenheiten...