der Teppich Händler  von Mullins Meg


Kurzbeschreibung


Seit drei Jahren lebt Uschman in New York. Der Teppichhändler aus dem Iran wartet sehnsüchtig darauf, dass seine Frau Farak nachkommt. Die aber konfrontiert ihn eines Tages mit der Scheidung. Es ist die Zeit, als der schon ältere Uschman Stella kennen lernt, eine junge amerikanische Studentin, die gerade beginnt, „ihre Augen für die Welt zu öffnen.“ Die Geschichte eines Iraners in New York, seiner Frau in der fernen Heimat, der jungen „Interimslösung“ Stella und der auffällig treuen und älteren, schließlich verwitweten Kundin, Mrs. Roberts, wird aus Uschmans Sicht erzählt. Da ist das große und tiefe Heimweh, das Herausgerissensein aus einer angestammten, vertrauten Kultur, die Konfrontation mit dem fremden „American Way of Life“. Da ist die eine und die andere Religion, die eine und die andere Moral. Und da ist die Frage der Wurzeln, des heimisch Werdens und der Identität. „Ich habe meine Identität ... so lange in Tabris gelassen. In New York war ich bisher bloß ein Teppichhändler.” Aber obwohl Uschman sich schließlich so „frei. So selbstbewusst. So amerikanisch.“ fühlt, zum ersten Mal im Leben Kondome kauft, wird ihn immer jeder Teppich an seine Frau erinnern. Eine emotionale und bewegende Gemengelage entsteht, in der niemand das bekommt, wonach er sich eigentlich sehnt, in der die einen am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Weges stehen.