die Sultanin  von Falconer

Kurzbeschreibung

Der junge Mann, der mit gespreizten Beinen auf dem Thron aus Perlmutt und Schildpatt saß, wirkte sprungbereit wie ein Panther. Wütend zog er die Lippen hoch und entblößte seine Zähne, während er den gemurmelten Ehrerbietungen seines Zweiten Wesirs zuhörte. Krallengleich krampften und spreizten sich seine langen Künstlerfinger, und das Gesicht unter dem Turban war bleich vor Zorn. »Wie viele der Männer deines Sultans hast du heute verloren?« zischte er, wobei er wie stets in der Öffentlichkeit von sich selbst sprach, als sei er eine fremde Person. Das Gesicht des Zweiten Wesirs war geschwärzt von den Spuren eingetrockneten Blutes aus einer Wunde, die ihm ein Schwerthieb auf die Stirn versetzt hatte. In seinem schwarzen Bart verkrustet, schimmerte es matt wie tausend winzige Rubine.