der heimiche Gefährte von Carré

Kurzbeschreibung

Das besondere Lesevergnügen für alle le Carré-Fans: In dieser Abrechnung mit der Zeit des Kalten Kriegs kommt auch George Smiley wieder zum Einsatz. John le Carre: Der heimliche Gefährte Gerne wird John le Carre in diesen Tagen als zorniger alter Mann bezeichnet, dessen Blick auf die Welt uns immer wieder mit dem ganzen Schmutz hinter der scheinbar sauberen Fassade unserer Welt konfrontiert. In seinem Roman „Der heimliche Gefährte" setzt sich der britische Bestseller-autor mit der Zeit des Kalten Krieges auseinander. Genau genommen hat er einen Abgesang auf dieses Kapitel des ver-gangenen Jahrhunderts verfasst. Doch anders als andere Autoren hat er es nicht im Nachhinein verklärt, sondern hat hält den Geheimdiensten einen Spiegel vor, der ihr Treiben in einem sehr düsteren Licht erscheinen lässt. Le Carre macht nicht den Versuch das Spionagegeschäft rein zu waschen, sondern er wühlt genüsslich in der ganzen schmutzigen Wäsche, die die Herren mit den weißen Westen in den vergangenen Jahrzehnten angehäuft haben. Und er macht auf die eigentliche Sinnlosigkeit des Tun und Handelns aufmerksam und stellt am Schluss die Frage, wer denn nun eigentlich der Sieger ist. Hier wird deutlich, dass der Zorn, den le Carre in sich trägt, nicht neu ist. Der Autor war nie verdächtig Anhänger der Sozialistischen Idee zu sein. Trotzdem nimmt er kein Blatt vor den Mund . Bereits in diesem Roman prangert er die Aus-wüchse an, die die kalte Fratze des Kapitalismus nach Ende des real existierenden Sozialismus (mit all seinen negativen Prägungen und Auswirkungen) über unsere Welt bringt. Ein Thema, das le Carre in seinen folgenden Romanen (Der Nachtmanager, Single & Single, Der ewige Gärtner) noch vertieft hat und in denen sein Zorn über die herrschende Gier und die Personen, die diese Gier verkörpern, noch viel schärfer zum Ausdruck kommt. Ein Buch, das obwohl es bereits mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat, nichts von seiner Aktualität verloren hat. Wer Spionagegeschichten liebt, dem sei der Roman ebenso wärmstens empfohlen, wie allen, die anspruchsvolle Literatur mit Hintergrund in spannender Verpackung lieben.